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Trauer um ertrunkene Migranten

A undated handout photo provided by the Hellenic Coast Guard shows migrants onboard a boat during a ...
23 Juni 2023

Vatikanstadt. Beim Angelusgebet erinnerte der Papst an das Boots-unglück vor der Küste Griechenlands. Er sagte: »Liebe Brüder und Schwestern! Am kommenden Dienstag, 20. Juni, wird der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltflüchtlingstag begangen: Mit großer Traurigkeit und großem Schmerz denke ich an die Opfer des schweren Schiffsunglücks, das sich vor einigen Tagen vor der griechischen Küste ereignet hat. Und es scheint, dass das Meer ruhig war. Ich erneuere mein Gebet für diejenigen, die ihr Leben verloren haben, und ich bitte darum, dass alles getan wird, um solche Tragödien zu verhindern.«

Bereits am 15. Juni hatte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Namen des Papstes ein Beileidstelegramm gesandt, das an den Apostolischen Nuntius in Griechenland, Erzbischof Jan Romeo Pawlowski, adressiert war. Der Papst bete für die Verstorbenen, ihre Angehörigen und alle, die durch diese Tragödie traumatisiert wurden, hieß es darin. Den Überlebenden, freiwilligen Helfern und Rettungskräften wünsche Franziskus »Kraft, Ausdauer und Hoffnung«.

In der Nacht zum 14. Juni war ein Fischkutter vor der griechischen Küste gekentert. An Bord befanden sich nach Schätzungen von Überlebenden und Küs-tenwache etwa 750 Menschen, darunter viele Kinder. Bislang wurden 78 Ertrunkene geborgen und 104 Menschen gerettet. Die Behörden gehen von mehr als 500 Todesopfern aus. Das Boot soll laut griechischer Küs-tenwache von Libyen aus gestartet sein und Italien zum Ziel gehabt haben. Sowohl griechische Küstenwache als auch vorbeifahrende Frachter hätten den Passagieren per Funk wiederholt Hilfe angeboten, die aber abgelehnt worden sei.