Faire und gerechte Lösung für Syrien

A Syrian boy, displaced with her family from Deir Ezzor, looks at the camera inside the damaged ...
24 Juni 2022

Vatikanstadt. Papst Franziskus hat eine »faire und gerechte« Lösung für das vom Bürgerkrieg geplagte Syrien gefordert. Er appelliere an die internationale Gemeinschaft, dies endlich zu ermöglichen, sagte er am 20. Juni bei der Audienz für eine Delegation der griechisch-melkitischen Kirche. Es gebe Tausende Tote und Verwundete, Millionen Flüchtlinge im In- und Ausland und immer noch sei es »unmöglich, den notwendigen Wiederaufbau zu beginnen«, beklagte der Papst. Man dürfe nicht zulassen, »dass auch noch der letzte Funke Hoffnung aus den Augen und Herzen« der notleidenden Menschen verschwinde. Das »Drama in Syrien« müsse ein Ende finden.

Der mit Rom verbundenen melkitischen Kirche gehören rund 1,6 Millionen Christen an. Sitz ist das Patriarchat in Damaskus. Etwa die Hälfte der Mitglieder lebt in Auslandsgemeinden in Brasilien, Argentinien und Australien.

Der Apostolische Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, malte unterdessen ein düsteres Bild von der Lage in dem Krisenland. »Im Moment ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Wir sehen keinen Wiederaufbau, wir sehen keinen wirtschaftlichen Aufschwung«, sagte er im Interview mit dem Portal Vatican News.