Stellungnahme des Heiligen Stuhls zur Ausweisung des Nuntius aus Nicaragua

18 März 2022

Vatikanstadt. Mit »großem Erstaunen und Bedauern« hat der Vatikan auf die Ausweisung des Päpstlichen Nuntius aus Nicaragua reagiert. Dies sei eine »schwerwiegende und ungerechtfertigte einseitige Maßnahme« seitens der Regierung in Managua, heißt es in einer am 12. März veröffentlichten Stellungnahme des Heiligen Stuhls. Gleichzeitig bekräftige der Vatikan »sein volles Vertrauen in den Päpstlichen Vertreter«, Erzbischof Waldemar Stanisław Sommertag. Der Mitteilung zufolge hat Nicaraguas Regierung dem Päpstlichen Nuntius die »Zustimmung« (»agrément«) entzogen und ihn aufgefordert, das Land umgehend zu verlassen. Der polnischstämmige Vatikan-Diplomat war seit 2018 Apostolischer Nuntius in Nicaragua. In der Erklärung heißt es weiter, die Ausweisung Sommertags erscheine umso unverständlicher, da dieser sich »mit großer Hingabe für das Wohl der Kirche und des nicaraguanischen Volkes« eingesetzt habe. Er sei stets bemüht gewesen, gute Beziehungen zwischen dem Apostolischen Stuhl und den nicaraguanischen Behörden zu fördern.