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Spanischer Kardinal Francisco Álvarez Martínez gestorben

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14 Januar 2022

Vatikanstadt/Madrid. Am Mittwoch, 5. Januar, ist der emeritierte Primas von Spanien und Erzbischof von Toledo, Kardinal Francisco Álvarez Martínez, nach langer Krankheit im Alter von 96 Jahren in Madrid verstorben. Papst Franziskus brachte in einem an dessen Nachfolger, Erzbischof Francisco Cerro Chaves, gerichteten Beileistelegramm seine Betroffenheit über den Tod des Verstorbenen zum Ausdruck und bekundete dessen Angehörigen wie auch der Erzdiözese Toledo sein Beileid. Alvarez habe jahrelang sein Leben in den treuen Dienst Gottes und der Kirche gestellt.

Francisco Álvarez Martínez kam am 14. Juli 1925 in Santa Eulalia de Ferroñes Llanera in Asturien zur Welt. Nach dem Besuch des Priesterseminars in Oviedo und der Päpstlichen Universitäten von Salamanca und Madrid, wo er in Kanonischem Recht promovierte, wurde er am 11. Juni 1950 in Oviedo zum Priester geweiht. Danach arbeitete er in der Gemeindeseelsorge und war sieben Jahre lang Privatsekretär des Bischofs (später: Erzbischofs) von Oviedo, Francisco Javier Lauzurica y Torralba. Später wirkte er auch als Hochschulkaplan des Theresianums und Generalprovikar der Diözese.

Papst Paul VI. ernannte ihn am 13. April 1973 zum Bischof von Tarazona, die Bischofsweihe empfing er am 3. Juni desselben Jahres. Am 20. Dezember 1976 wurde er zum Bischof von Calahorra und La Calzada-Logroño ernannt und 13 Jahre später, am 12. Mai 1989, zum Bischof von Orihuela-Alicante. 1994 nahm er im Auftrag der Spanischen Bischofskonferenz an der Synode über »Das geweihte Leben und seine Sendung in Kirche und Welt« teil. Am 23. Juni 1995 wurde er Erzbischof von Toledo und Primas von Spanien.

Papst Johannes Paul II. ernannte ihn im feierlichen Konsistorium vom 21. Februar 2001 zum Kardinal mit der Titelkirche Santa Maria Regina Pacis a Monte Verde. Ein Jahr später, am 24. Oktober 2002, nahm der Papst seinen altersbedingten Rücktritt an. Wenige Monate vor der Vollendung seines 80. Lebensjahrs nahm er noch an dem Konklave teil, in dem Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. zum Papst gewählt wurde.

Der Verstorbene war bei seinem Tod der drittälteste der 215 Kardinäle der Weltkirche.