»Wir wollen Frieden«

07 Januar 2022

Vatikanstadt. Beim Angelusgebet am 1. Januar auf dem Petersplatz forderte Papst Franziskus eindringlich mehr Friedensanstrengungen weltweit. Der 1. Januar ist seit 1968 zugleich katholischer Weltfriedenstag. »Wir wollen Frieden!«, rief Franziskus mit Bezug auf ständig wiederkehrende Nachrichtenbilder von Krieg, Flucht und Elend. Dabei zitierte er aus seiner diesjährigen Botschaft zum Weltfriedenstag, wonach »Frieden geschaffen wird durch den Dialog zwischen Generationen, durch Bildung und durch Arbeit«. Ohne diese drei Elemente gebe es kein Fundament für ein friedvolles Zusammenleben.

Mit einem eigenen Schreiben dankte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella Franziskus für die diesjährige Friedensbotschaft. Darin unterstrich er die Mahnung des Papstes, Frieden brauche einen »fruchtbaren Dialog zwischen den Generationen, ein echtes Bündnis zwischen den Älteren, den Bewahrern der Erinnerung, und den Jungen, die die Geschichte weiterführen«.

Beim Angelus auf dem Petersplatz waren unter den gut Tausend Menschen auch Mitglieder der Gemeinschaft Sant’Egidio. Mit Schildern erinnerten sie an Länder, in denen derzeit Krieg und Konflikte herrschen. Die Gemeinschaft gehört zu den Organisatoren der traditionellen Demonstrationen »Friede in allen Ländern«. Die italienweiten Kundgebungen waren wie bereits im vergangenen Jahr pandemiebedingt weitgehend online durchgeführt worden.