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Päpstliche Akademie kritisiert ungleichen Zugang zu Impfstoffen

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03 Dezember 2021

Vatikanstadt. Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften kritisiert weiter bestehende Defizite beim Kampf gegen Corona. Mehr als 3,5 Milliarden Menschen warteten immer noch auf Impfstoffe, heißt es in einer nun veröffentlichten Erklärung des Gremiums. Der Mangel an Impfstoffen in armen Ländern habe zu einer »moralisch nicht zu rechtfertigenden Ungerechtigkeit« geführt. Außerdem erhöhe eine geringe Durchimpfungsrate in Ländern mit niedrigen Einkommen das globale Risiko des Auftretens neuer Varianten. Wörtlich heißt es in dem Papier: »Der ungleiche Zugang zu Impfstoffen und der Impfstoff-Nationalismus der reichen Länder muss aufhören.«

Die Akademie fordert zudem, die Vernetzung von Wissenschaftlern weiter voranzutreiben und ihre Arbeit angemessen zu finanzieren. Langzeitfolgen von Corona-Erkrankungen gäben Anlass zu großer Sorge und erforderten »intensive Forschung sowie gezielte Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit«. Weiter nehmen die Akademiemitglieder Wissenschaftler, Journalisten, Politiker und Religionsgemeinschaften in die Pflicht, gegen Fehlinformationen und Verschwörungstheorien über Pandemien und Impfstoffe vorzugehen.