· Vatikanstadt ·

Heiligsprechung von Charles de Foucauld für 15. Mai 2022 geplant

cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg
19 November 2021

Vatikanstadt. Der französische Eremit Charles de Foucauld und weitere sechs Selige werden am kommenden 15. Mai 2022 heiliggesprochen. Das hat die Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen am 9. November bekannt gegeben.

Papst Franziskus hatte in einem Ordentlichen Konsistorium am vergangenen 3. Mai die Heiligsprechungen zwar verfügt, wegen der nach wie vor andauernden Pandemie-Lage allerdings kein Datum bestimmt. Normalerweise nimmt der Papst Heilig-sprechungen in Rom vor.

Einer der bekanntesten künftigen Heiligen ist
der französische Priester, Trappistenmönch und Eremit Charles de Foucauld (1858-1916). Papst Franziskus erkannte ein auf Fürbitte Foucaulds gewirktes Wunder an, der im Ersten Weltkrieg in seiner Einsiedelei im algerischen Tamanrasset ermordet wurde. Der in Straßburg geborene Foucauld (1858-1916) trat als Nordafrika-Forscher 1890 zunächst in den Trappisten-Orden ein, wandte sich später aber dem Eremitenleben zu und ließ sich im westlichen Algerien nieder. Später übersiedelte er nach Tamanrasset im Süden, wo er vermittelnd unter den lokalen Tuareg-Völkern leben wollte. Auf Foucauld beziehen sich zahlreiche geistliche Gemeinschaften. Im November 2005 hatte Papst Benedikt XVI. ihn in Rom seliggesprochen.

Einer der weiteren Seligen, die nun am kommenden 15. Mai heiliggesprochen werden, ist der aus dem heutigen Indien stammende Konvertit und Märtyrer Lazarus (1712-1752), genannt Devasahayam, der in Kerala und Tamil Nadu sehr verehrt wird. Der hochrangige Hindu und Hofbeamte des Raja von Travancore war wegen seines Übertritts zum Katholizismus verfolgt und hingerichtet worden. Papst Benedikt XVI. hatte ihn im Dezember 2012 seliggesprochen.

Ebenfalls heiliggesprochen werden der französische Priester und Ordensgründer César de Bus (1544-1607), die italienischen Priester und Ordensgründer Luigi Maria Palazzolo (1827-1886) und Justin Maria Russolillo (1891-1955) sowie die italienischen Ordensgründerinnen Maria Francesca di Gesù (Francesca Maria Rubatto, 1844-1904) und Maria Domenica Mantovani (1862-1934).