Aus dem Vatikan in Kürze

12 November 2021

Papst Franziskus hat am Freitagabend, 5. November, in der Vatikanbibliothek neue Räumlichkeiten für Wechselausstellungen eröffnet, in denen vor allem zeitgenössische Kunst gezeigt werden soll. Der Mensch brauche nicht nur das, was sein unmittelbares Überleben sichere, unterstrich er in seiner Ansprache. Das menschliche Herz brauche Kultur, die »das Herz berührt«. Daher müsse die Kirche in Dialog treten mit dem »Durst nach dem Unendlichen, der den Menschen auszeichnet«. Die erste Ausstellung zeigt unter dem Titel »Alle. Die Menschheit auf dem Weg« großformatige Arbeiten des Künstlers Pietro Ruffo (43), unter anderem eine Installation, die den Barberini-Saal der Bibliothek »in einen üppigen tropischen Wald« verwandle.

Der neue Kaplan der Schweizergarde, P. Kolumban Reichlin OSB, möchte im kommenden Jahr vorrangig Wallfahrts- und Fortbildungsangebote für Gardisten wieder aufnehmen und intensivieren, wie er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Kathpress in Rom sagte. Pilgerfahrten einzelner Gruppen etwa nach Assisi, Montecassino oder Lourdes schwebten ihm ebenso vor wie Besuche bei den Dikasterien der Kurie. Dort könnten junge Gardisten »noch besser lernen, in welcher weltumspannenden Einrichtung sie tätig sind«. Die zunächst auf fünf Jahre befristete Aufgabe als Gardekaplan ist für den Ordensmann nach eigener Aussage ein »Privileg, als Seelsorger für junge Menschen so viel Zeit zu haben«. Die jungen Männer hätten in der für sie neuen Umgebung mit einem straffen Alltag oft Fragen und Anliegen. Seine Gesprächsangebote würden gerne angenommen.