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Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 20. Oktober

Einzig die von der Liebe geleitete Freiheit macht frei

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20 Oktober 2021

In der Generalaudienz in der vatikanischen Audienzhalle am Mittwoch, 20. Oktober, setzte Papst Franziskus die Katechesereihe über den Galaterbrief fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, die Beziehung von Glaube und Freiheit ist das große Thema des Galaterbriefs. Durch die Taufe werden wir in ein »neues Leben« eingeführt. In Christus sind wir von Neuem geboren. Unsere Religiosität gründet nicht mehr auf dem Einhalten von Geboten, sondern in einem lebendigen Glauben, der seine Mitte in der Gemeinschaft mit Gott und den Brüdern und Schwestern hat. Diese durch die Taufe erwirkte Freiheit bedeutet keine Beliebigkeit. Sie führt vielmehr dazu, einander in Liebe zu dienen (Gal 5,13). Die wahre Freiheit erfüllt sich in der sich verschenkenden Liebe. Es ist die Liebe Christi, die uns befreit hat von der Sklaverei des eigenen Ichs. Die von der Liebe geleitete Freiheit ist die einzige, die die anderen und mich selbst frei macht. Sie weiß zuzuhören, ohne etwas zu verlangen, und Gutes zu tun, ohne den eigenen Vorteil zu suchen. Sie führt uns zu den Armen, und wir erkennen in ihnen das Angesicht Christi wieder. Die Freiheit in der Liebe führt immer in die Gemeinschaft. Diese soziale Dimension ist für uns Christen grundlegend; sie führt uns dazu, das gemeinsame Wohl über die eigenen Interessen zu stellen.

Der Papst grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache. Streben wir danach, immer wie Christus zu leben, im Dienst für die anderen und im Lob und Dank an Gott, den Vater unseres Lebens und den Schöpfer des Weltalls. Der Herr leite und behüte euch auf allen Wegen.