Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 2. Juni

Das Beten Jesu richtet
uns auf

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02 Juni 2021

In der Generalaudienz am Mittwoch, 2. Juni, die wieder im Damasushof des Apostolischen Palastes stattfand, setzte Papst Franziskus seine Katechesenreihe über das Gebet fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug die folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, die Evangelien machen uns deutlich, dass das Gebet für die Beziehung zwischen Jesus und seinen Jüngern grundlegend ist. Jesus trägt die Apostel, die ihm vom Vater anvertraut worden sind, trotz ihrer Fehler und Schwächen in seinem Herzen und wartet geduldig auf ihre Umkehr. Gerade das Lukasevangelium berichtet davon, dass der Herr in den wichtigsten Augenblicken für seine Jünger betet: bei der Berufung der Jünger, beim Bekenntnis des Petrus, bei der Verklärung, beim Letzten Abendmahl. Jesus will nicht nur, dass wir so beten, wie er betet, sondern versichert uns zugleich, dass wir bei all unseren eigenen Mängeln im Gebet stets auf seine Fürbitte bauen dürfen. Der Katechismus sagt dazu: »Das Beten Jesu macht das christliche Gebet zu einer wirksamen Bitte. Er ist dessen Vorbild; er betet in uns und mit uns« (KKK 2740). »Zudem betet Jesus an unserer Stelle und für uns. Alle unsere Bitten sind ein für alle Mal in seinen Schrei am Kreuz hineingenommen und vom Vater in seiner Auferstehung erhört worden. Deshalb hört Jesus nicht auf, beim Vater für uns einzutreten« (KKK 2741). Aufgerichtet durch das Gebet Jesu, können unsere scheuen Worte den Himmel erreichen.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Gläubigen auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Von Herzen grüße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Wie Jesus uns im Alltag begleitet, so richtet uns sein Gebet bei unseren täglichen Aktivitäten auf. Denken wir bei unserer Arbeit ab und zu an Jesus und versuchen wir, in den Menschen, die uns begegnen, sein Antlitz zu erkennen. Der Herr geleite uns auf unseren Wegen.