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Am Jahrestag des 1527 erfolgten »Sacco di Roma«

Päpstliche Schweizergarde vereidigt 34 Rekruten

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07 Mai 2021

Vatikanstadt. Die Päpstliche Schweizergarde hat am Donnerstag, 6. Mai, 34 neue Rekruten vereidigt. Den Angaben der Gardeleitung zufolge nahm auch der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin an der Zeremonie im Vatikan teil. Sie fand pandemiebedingt in kleinerem Rahmen als üblich statt.

Die Feierlichkeiten begannen am Mittwochabend mit einem Vespergottesdienst in der Kirche Santa Maria della Pietà auf dem Campo Santo Teutonico. Geleitet wurde dieser von Weihbischof Alain de Raemy aus Lausanne-Genf-Fribourg. Am 6. Mai feierten die Gardisten morgens mit dem vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin eine heilige Messe im Petersdom. Die Vereidigung fand um 17 Uhr auf dem Damasushof des Apostolischen Palastes statt; als Vertreter des Papstes nahm der Substitut des Staatssekretariats, Erzbischof Edgar Peña Parra teil.

Von den 34 neuen Gardisten haben fünf bereits im Juni vergangenen Jahres ihren Dienst begonnen, 14 Anfang September und 15 Anfang Januar. Der 6. Mai ist der traditionelle jährliche Termin für die Vereidigung; an diesem Datum gedenkt die Schweizergarde des »Sacco di Roma«. Während der Plünderung Roms 1527 durch spanische und deutsche Landsknechte kamen 147 Gardisten bei der Verteidigung des Papstes ums Leben. Gegründet wurde die Garde im Jahr 1506 durch Papst Julius II.

Je nach ihrer Herkunft leisteten 23 der neu zu vereidigenden Gardisten ihren Eid auf Deutsch, zwei auf Italienisch, acht in französischer und ein Gardist in rätoromanischer Sprache. Der Päpstlichen Schweizergarde als kleinster und ältester Armee der Welt gehören Soldaten aus allen Teilen der Schweiz an; derzeit stammen die meisten, je 16, aus den Kantonen St. Gallen und Wallis, gefolgt von 13 aus dem Kanton Luzern.