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Im Namen des Umweltschutzes: Perlen aus Holz und alten Plastikflaschenverschlüssen

Rosenkränze für Weltjugendtag 2023 aus Recycling-Material

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23 April 2021

Vatikanstadt. Holz und zu 100 Prozent recycelter Kunststoff aus Plastikflaschenverschlüssen: Aus diesen Materialien sind die Perlen der offiziellen Rosenkränze für den nächsten Weltjugendtag 2023 (WJT) in Lissabon gefertigt, die mit Blick auf den nahenden Marienmonat Mai seit dem 15. April über die verschiedenen diözesanen Organisationskomitees des WJT im Verkauf erhältlich sind.

Umweltschutz und ökologische Kriterien werden bei der geplanten Großveranstaltung mit dem Papst großgeschrieben. Die Rosenkränze sind in drei Versionen erhältlich: eine aus Holz und die andere aus recyceltem Kunststoff, beide mit dem Weltjugendtags-Kreuz und dem für die Veranstaltung gewählten Motto »Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg« (Lk 1,39). Auf den fünf Perlen des »Vaterunser« ist der Hinweis »WJT Lissabon 2023« in den offiziellen Sprachen Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Französisch und Italienisch aufgedruckt. Das dritte Rosenkranz-Modell ist das Standard-Holzmodell mit dem WJT-Kreuz.

175.000 Flaschenverschlüsse seien für die erste Lieferung des Kunststoff-Rosenkranzes recycelt worden, geht aus dem Bericht hervor. Die Rosenkränze wurden in einer Fabrik in Fatima von Hand zusammengesetzt und seien in recyceltem Karton mit Braille-Schrift für Blinde und Symbole für Personen mit Leseschwierigkeiten verpackt, um das Treffen zu einem integrativen Ereignis zu machen, wie es hieß. Ein Buch über die »Geheimnisse des Rosenkranzes« ist beigelegt, das ab Mai zudem als Audio-Version sowie in Gebärdensprache im Internet verfügbar sein wird. Verwendet werden die Rosenkränze erstmals am 1. Mai, wenn die Kirche in Portugal mit Blick auf das Weltjugendtags-Großereignis in zwei Jahren zum Online-Gebet mit jungen Menschen einlädt.

Der normalerweise alle drei Jahre stattfindende Weltjugendtag war ursprünglich für 2022 in Lissabon geplant, wurde wegen der Corona-Pandemie aber um ein Jahr verschoben.