Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 3. März

Wie wir beten sollen

cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg
03 März 2021

In der Generalaudienz am Mittwoch, 3. März, die wieder per Livestream aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes übertragen wurde, setzte Papst Franziskus die Katechesereihe über das Gebet fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug die folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, Jesus Christus öffnet uns weit die Tür in das Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit hinein, in das Meer seiner unermesslichen Liebe. In der Tat zeigt uns erst die Kunde, die uns der eingeborene Sohn Gottes vom Vater gebracht hat (vgl. Joh 1,18), auf welche Weise wir beten sollen. Nicht alle Gebete sind gleich, wie wir in der Heiligen Schrift sehen; und da die Gebete zuweilen nicht in reiner Absicht geschehen und somit Gott nicht wohlgefällig sind, finden sie keine Erhörung. Wie der römische Hauptmann zu Kafarnaum müssen auch wir uns unserer Unwürdigkeit bewusst sein, mit Gott in Dialog zu treten. Wir haben kein Recht, das wir Gott gegenüber geltend machen können, aber Jesus selbst ist unser Weg zu Gott. In ihm offenbart sich Gott so, wie ihn kein Mensch jemals gewagt hätte zu denken. Gott ist nicht, wie in der Mythologie und der antiken Philosophie dargestellt, dem Menschen fern oder empfindet ihn als Last, sondern er sorgt sich um ihn, ja er ist sogar bereit, selbst Mensch zu werden und sein Leben hinzugeben. So ist »die heilige Menschheit Jesu der Weg, durch den der Heilige Geist uns zu Gott, unserem Vater, beten lehrt« (KKK 2664).

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Zuschauer und Zuhörer auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Herzlich grüße ich die Gläubigen deutscher Sprache. Der Heilige Geist, dessen Salbung unser ganzes Wesen erfüllt, sei unser innerer Lehrmeister, um unser Gebet und unser Leben immer mehr Jesus gleichzugestalten. Der Herr segne euch und eure Familien.


Appell des Papstes im Anschluss an die Generalaudienz mit der Bitte, seine Irakreise mit dem Gebet zu begleiten


So Gott will, werde ich übermorgen zu einer dreitägigen Wallfahrt in den Irak reisen. Ich hege schon lange den Wunsch, diesem Volk zu begegnen, das so viel gelitten hat, jener Kirche von Märtyrern in Abrahams Heimat zu begegnen. Gemeinsam mit den anderen Religionsführern werden wir auch einen weiteren Schritt auf dem Weg der Geschwisterlichkeit aller Gläubigen gehen. Ich bitte euch, diese Apostolische Reise mit dem Gebet zu begleiten, damit sie auf die bestmögliche Art und Weise erfolgen und die erhofften Früchte tragen möge.  Das irakische Volk erwartet uns; es erwartete einst den heiligen Johannes Paul II., dem es seinerzeit verwehrt wurde, dorthin zu reisen. Man darf ein Volk kein zweites Mal enttäuschen. Beten wir dafür, dass diese Reise gut durchgeführt werden kann.