· Vatikanstadt ·

Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 9. Dezember

Gott hört unsere Bitten

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09 Dezember 2020

Bei der Generalaudienz am Mittwoch, 9. Dezember, die wieder per Livestream aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes übertragen wurde, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über das Gebet fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug die folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern,

in unseren Katechesen über das Gebet befassen wir uns heute mit dem Bittgebet. Im Vaterunser nannte Jesus den Jüngern die wichtigsten Bitten, mit denen sie sich in kindlichem Vertrauen an den himmlischen Vater wenden sollen: Zunächst geht es um das Streben nach dem Reich Gottes und um alles, was notwendig ist, um es aufzunehmen und zu fördern. Dann handelt es vom täglichen Brot, von Haus, Arbeit und unserem Wohlergehen in der Welt. Schließlich spricht das Vaterunser den Bereich von Sünde und Versuchung an und die zentrale Rolle der Vergebung. In allen Bitten wird deutlich, dass wir mit unserem Dasein völlig auf Gott bezogen sind und unsere Grundhaltung im Gebet die Anrufung Gottes um seine Hilfe ist. So findet das Seufzen der ganzen Schöpfung nach Erlösung (vgl. Röm 8,22) in unserem Beten Widerhall. Deshalb brauchen wir uns nicht zu schämen, wenn wir uns vor allem mit Bitten an Gott wenden. Das spontane Flehen in unserem Herzen geht damit einher, dass wir unsere Grenzen und unsere Kreatürlichkeit annehmen. Gott hört den Schrei dessen, der aus tiefstem Herzen zu ihm ruft. Deshalb gibt der Vater uns seinen Geist, der sich unserer Schwachheit annimmt und für uns eintritt. Und selbst der Tod hat keine Gewalt mehr über uns, weil jeder Beter einen Verbündeten im auferstandenen Herrn hat, der ihn zum Leben und zur Glückseligkeit führen will.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Zuschauer und Zuhörer auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Von Herzen grüße ich die Gläubigen deutscher Sprache. Vergessen wir nicht unser Gebet für alle, die Trost und Kraft brauchen. In dieser Adventszeit wollen wir uns noch mehr dafür einsetzen, denen nahe zu sein, die leiden und Hilfe brauchen. Der Herr, der kommen wird, erfülle uns mit seiner Freude und schenke uns seine Kraft.