· Vatikanstadt ·

Betroffenheit und Trauer

Beileid des Papstes
zu Terroranschlag in Wien

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06 November 2020

Mit »großer Betroffenheit« hat Papst Franziskus auf den Terroranschlag in Wien reagiert. In einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Beileidstelegramm an den Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, heißt es: »Mit großer Betroffenheit hat der Heilige Vater Papst Franziskus von den schrecklichen Gewaltakten in Wien Kenntnis erhalten, die über unschuldige Menschen Tod und Schmerz gebracht haben. Seine Heiligkeit bekundet den Angehörigen der Toten und dem ganzen österreichischen Volk seine tiefe Anteilnahme. Ebenso ist er den Verletzten nahe und betet für deren baldige Genesung. Papst Franziskus empfiehlt die Opfer der Barmherzigkeit Gottes und bittet den Herrn, dass Gewalt und Hass aufhören und das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft gefördert werden mögen. Von Herzen begleitet Seine Heiligkeit alle, die von dieser Tragödie betroffen sind, mit seinem Segen.« Schon zuvor hatte sich der Papst in einem Tweet geäußert: »Ich drücke meine Trauer und Bestürzung über den Terroranschlag in #Wien aus und bete für die Opfer und ihre Familien. Schluss mit der Gewalt! Lassen Sie uns gemeinsam Frieden und Brüderlichkeit aufbauen. Nur Liebe löscht den Hass aus.«

Am Montagabend, 2. November, hatte ein 20 Jahre alter Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln einen Terroranschlag verübt, bei dem vier Menschen starben. Mindestens 22 weitere Menschen wurden verletzt. Nach wenigen Minuten erschossen Polizisten den Angreifer. Mit einem Gedenk- und Trauergottesdienst im Wiener Stephansdom haben am Dienstagabend die führenden Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Politik ihre Verbundenheit mit den Opfern des Terroranschlags, aber auch untereinander bekundet. »Wir bitten um den Segen und Frieden für die Verstorbenen, Verwundeten, Trauernden und das ganze Land«, so Kardinal Schönborn eingangs. Die bewährte Einheit und der Zusammenhalt der Religionen in Österreich dürften nicht zerstört werden.