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Wegen der Pandemie wohnten der Vereidigung nur die Eltern und Geschwister der neuen Gardisten bei

Päpstliche Schweizergarde – Vereidigung 2020

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09 Oktober 2020

Im Vatikan haben 38 neue Schweizergardisten mit dem Schwur auf die Gardefahne versprochen, dem Papst und seinen Nachfolgern treu zu dienen. Die feierliche Zeremonie am Sonntagnachmittag, 4. Oktober, fand wegen der Corona-Epidemie im Innenhof des Apostolischen Palastes im engsten Rahmen statt.

Papst Franziskus hatte seine Wachmannschaft zuvor in einem spontanen Gruß beim Angelusgebet auf dem Petersplatz als »tüchtige Burschen« gelobt. Die derzeit 113 Mann zählende Truppe, die für die Sicherheit im Vatikan und für den Personenschutz des Papstes verantwortlich ist, steht durch die Corona-Krise vor besonderen Herausforderungen.

Bei der Vereidigung erinnerte Gardekommandant Christoph Graf in seiner Ansprache an Respekt, Treue und Gehorsam als wesentliche Tugenden für den Gardedienst. Das heutige soziale Umfeld mache es nicht immer einfach, der Forderung nach Achtung und Nächstenliebe nachzukommen. Beim Respekt gehe es »um die Achtung eines jeden Menschen – sei es bei uns in der Garde selbst oder ganz besonders bei unserer täglichen Diensterfüllung. Wir Gardisten begegnen täglich Tausenden von Pilgern und Touristen und sind deshalb aufgefordert, jeder Person mit der christlichen Nächstenliebe zu begegnen. Im heutigen sozialen Umfeld unserer Gesellschaft ist es nicht immer einfach, dieser Aufforderung auch im zivilen Leben nachzukommen«, so Graf. Der Kommandant dankte auch den Eltern und Geschwistern der Rekruten, dass sie die Entscheidung ihres Sohnes oder Bruders unterstützten. »Stehen Sie ihm weiterhin bei und beten Sie für ihn.«