· Vatikanstadt ·

Rassendiskriminierung ist inakzeptabel

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Redebeitrag des Ständigen Beobachters des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Ivan Jurkovicˇ

26 Juni 2020

Der Vatikan hat erneut darauf hingewiesen, dass Rassendiskriminierung in allen ihren Formen absolut untragbar sei. In einer Rede bei einer Dringlichkeitsdebatte des UN-Menschenrechtsrates, forderte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Ivan Jurkovicˇ, alle Staaten dazu auf, »die grundlegenden Menschenrechte jedes Menschen anzuerkennen und zu verteidigen«. Bei der Sitzung ging es um »aktuelle rassistisch motivierte Menschenrechtsverletzungen, systemischen Rassismus, Polizeibrutalität und Gewalt gegen friedliche Proteste«, teilten die Vereinten Nationen mit. »Alle Mitglieder der Menschheitsfamilie sind nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen und somit in ihrer inneren Würde gleich, unabhängig von Zugehörigkeit, Nation, Geschlecht, Herkunft, Kultur oder Religion, zu der sie gehören«, sagte Vatikanvertreter Jurkovicˇ in seinem Statement.

Es sei an der Zeit, mit den Vorurteilen und dem gegenseitigen Misstrauen Schluss zu machen, die Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zugrunde liegen. »Niemand darf sich isoliert fühlen, und niemand ist befugt, die Würde und Rechte anderer mit Füßen zu treten. Die unantastbare Würde anderer mit Füßen zu treten, bedeutet in Wirklichkeit, die eigene Würde mit Füßen zu treten«, mahnte der Vatikandiplomat.