· Vatikanstadt ·

Ein Schutzwall gegen das wachsende Böse in der Welt

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Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 27. Mai

27 Mai 2020

In der Generalaudienz am Mittwoch, 27. Mai, setzte Papst Franziskus die Katechesenreihe über das Gebet fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, im Buch Genesis lesen wir von der Ursünde Adams, in der unsere Stammeltern die unendliche Freigebigkeit des Schöpfers in Frage gestellt haben, weil sie so sein wollten wie Gott. Immer weiter breitete sich seitdem das Übel über die ganze Menschheit aus. Wie aus der Sintflut und dem Turmbau zu Babel deutlich wird, wurde das Bedürfnis nach einem Neuanfang immer dringlicher, das in Christus seine volle Erfüllung finden sollte. Die Heilige Schrift berichtet uns neben der in ihre Sünde verstrickten Menschheit auch von einer anderen verborgenen Wirklichkeit: von gerechten, auf den Herrn hoffenden Menschen wie Abel, der ein Gott wohlgefälliges Erstlingsopfer darbringt, oder von Noach, der durch seinen frommen Lebenswandel die Vernichtung der Menschheit abwendet. Das Gebet der Gerechten bildet einen Schutzwall gegen das wachsende Böse in der Welt, denn es richtet den Blick auf den Herrn aus, der Wüsten des Hasses in blühende Gärten verwandeln kann. Die Herrschaft des Herrn durchzieht über die unscheinbare, aber wirkmächtige Kette dieser oftmals ausgegrenzten, unbemerkten Gerechten die Geschichte der Menschheit und wendet ihre Geschicke, um in Christus die Erlösung zu vollbringen.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Gläubigen deutscher Sprache. Folgen wir dem Beispiel der seligen Jungfrau Maria: Sie hat mit ihrem inständigen Gebet zusammen mit den Aposteln den Heiligen Geist für die Kirche erfleht, der die Menschen in der Liebe Christi erneuert. Der Geist der Liebe erfülle unsere Herzen, auf dass sie beständig im Gebet dem Herrn zugewandt seien.