· Vatikanstadt ·

Blick auf das Geheimnis der Schöpfung

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Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 20. Mai

20 Mai 2020

In der Generalaudienz am Mittwoch, 20. Mai, setzte Papst Franziskus die Katechesenreihe über das Gebet fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, unsere heutige Katechese über das Gebet beginnen wir mit einem Blick auf das Geheimnis der Schöpfung. Die einfache Tatsache, dass wir existieren, sowie die Schönheit und Güte alles Seienden öffnen das Herz des Menschen für Gott und regen ihn an zum Gebet (vgl. KKK, 2566). Der biblische Schöpfungsbericht gleicht einem großen Dankhymnus und Lobpreis auf den Schöpfer. Auch in den Psalmen und vielen anderen Stellen der Heiligen Schrift wird deutlich, wie das Staunen des Menschen über die Großartigkeit des Geschaffenen und die unergründliche Allmacht und Liebe des Schöpfers zum Gebet wird. Zugleich wird sich der Beter der eigenen Kleinheit und Bedeutungslosigkeit im großen Ganzen des Kosmos bewusst. Und noch mehr staunt der Mensch über den Wert und die Würde, die ihm dadurch zuteilwird, dass sein Schöpfer ihn so liebevoll bedacht hat. Die Größe des Menschen kommt von Gott. Wenn wir einmal verzagt sind und uns das Beten schwerfällt, dann kann das Betrachten etwa des weiten Sternenhimmels oder einer kleinen Blume in uns Dankbarkeit wecken und Hoffnung für die Zukunft schenken. Das Gebet gibt der Hoffnung Kraft. Wer betet, erkennt, dass dieses Leben trotz aller Mühen und Prüfungen von Gottes Gnade erfüllt ist.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Herzlich grüße ich die Gläubigen deutscher Sprache. Wenn wir das Wunder der Schöpfung betrachten, erkennen wir die Größe des Schöpfers und seine unendliche Liebe, mit der er auf alles Geschaffene blickt. Die Freude an der Natur und das Lob Gottes helfen uns, Erfüllung und inneren Frieden zu finden.