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Vatikan verschiebt mehrere kirchliche Großveranstaltungen

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Vermeidung gesundheitlicher Gefährdung

30 April 2020

Der Vatikan hat angesichts der Corona-Pandemie mehrere katholische Großveranstaltungen um jeweils ein Jahr verschoben. Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls am Montag, 20. April, mitteilte, soll das für Sommer 2021 in Rom geplante Welttreffen katholischer Familien nun im Juni 2022 stattfinden. Der nächste Weltjugendtag war ursprünglich für 2022 geplant. Das Ereignis wird nun auf August 2023 verschoben. Nach Angaben des Vatikans wurde die Entscheidung in Abstimmung mit dem Dikasterium für Laien, Familie und Leben getroffen. Man wolle vermeiden, Familien und junge Menschen einer gesundheitlichen Gefahr auszusetzen, hieß es. Zu den Abschlussgottesdiensten der Weltjugendtage mit dem Papst kommen im Normalfall Hunderttausende. Sie wurden von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) ins Leben gerufen und finden inzwischen in der Regel alle drei Jahre als weltweites Großtreffen statt.

Außerdem wird der Eucharistische Weltkongress wegen der Corona-Pandemie vertagt. Die ursprünglich für den 13. bis 20. September 2020 in Budapest geplante Großveranstaltung solle jetzt im September 2021 stattfinden, gab der Vatikan in einer Mitteilung vom 23. April bekannt. Das hätten Papst Franziskus und das Organisationskomitee entschieden.

Die Eucharistischen Kongresse sollen das Verständnis und die Verehrung der Eucharistie in der Orts- und Weltkirche fördern und vertiefen. Die Weltkongresse werden seit 1881 an wechselnden Orten in zuletzt vierjährigem Abstand durchgeführt. Zuletzt war Cebu auf den Philippinen 2016 Gastgeber. In Budapest tagte der Weltkongress bereits einmal 1938.