· Vatikanstadt ·

Geste der Nähe zum Bischof von Rom

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Almosenpfleger bittet Kurienmitglieder um Spenden

16 April 2020

Der Almosenpfleger des Papstes, Kardinal Konrad Krajewski, hat Kardinäle, Bischöfe und Priester der »Cappella Pontificia« um Spenden für Opfer der Corona-Krise gebeten. In einer am Montagabend, 6. April, verbreiteten Mitteilung des Päpstlichen Almosenamtes heißt es: Da wegen der Corona-Krise die Päpstliche Kapelle nicht mehr an liturgischen Feiern des Papstes teilnehmen könne, möge sie ihre Nähe zum Bischof von Rom durch eine solche Geste der Solidarität ausdrücken. Der Papst werde dann über den Verwendungszweck »dieser für die Linderung des gesundheitlichen Notstands gesammelten Almosen entscheiden«, wird in der Mitteilung aus Krajewskis Brief zitiert. Der polnische Geistliche, den Papst Franziskus zum Kardinal ernannte, hat das traditionelle päpstliche Almosenamt ausgebaut. Seit Beginn der Corona-Pandemie in Italien ist der sogenannte Almosenpfleger oft persönlich in Rom mit Mitarbeitern unterwegs, um Obdachlosen und Bedürftigen mit Sachspenden und Essensausgaben zu helfen.

Die sogenannte Päpstliche Kapelle, meist mit dem italienischen Begriff »Cappella pontificia oder papale« benannt, ging aus dem früheren Päpstlichen Hofstaat hervor. Diesen verkleinerte Papst Paul VI. 1968 zum Päpstlichen Haus, aufgeteilt in Päpstliche Familie und Päpstliche Kapelle. Die »Cappella pontificia« assistiert dem Papst in seiner Eigenschaft als geistliches Oberhaupt der Kirche, etwa indem sie liturgische Anlässe mit ihm vorbereitet und mitfeiert.