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​Zweifelnden recht raten und Unwissende lehren

Vatikanstadt. Die Generalaudienz am Mittwoch, 23. November, fand in der vatikanischen Audienzhalle statt. Papst Franziskus sprach über zwei Werke der geistlichen Barmherzigkeit. Ein Mitarbeiter der deutschen Abteilung des Staatssekretariats hat eine Zusammenfassung der Ansprache des Papstes verlesen:

Liebe Brüder und Schwestern, die beiden Werke der geistlichen Barmherzigkeit, Zweifelnden recht raten und Unwissende lehren, sind eng miteinander verbunden. Seit jeher hat sich die Kirche im Bereich der Bildung engagiert. Ihr Auftrag, das Evangelium zu verkünden, schließt nämlich mit ein, den Armen und Benachteiligten ihre Würde zurückzugeben, und dazu gehören gerade auch Schule und Erziehung. Wie viele Heilige zu allen Zeiten waren Pioniere der Bildung und haben so die Gesellschaft selbst verändert. Die Bildung ist daher eine besondere Form der Evangelisierung. Zweifelnden recht raten bedeutet, Schmerz und Leid zu lindern, die von der Angst und Furcht als Folge des Zweifels kommen, und den Mitmenschen in seiner Schwäche und Unsicherheit zu unterstützen. Zweifel, die den Glauben betreffen, können wir positiv als Zeichen annehmen, dass wir Gott und seine Geheimnisse besser kennen lernen wollen. Fragen über den Glauben helfen uns, ihn zu vertiefen. Zweifel müssen jedoch auch überwunden werden. Dazu helfen uns das Hören auf das Wort Gottes und die Katechese. Ebenso wichtig ist es, den Glauben zu leben, vor allem im Dienst an den Mitmenschen. Dann lösen sich viele Zweifel auf, da wir die Erfahrung der Nähe Gottes und der Wahrheit des Evangeliums machen.

Anschließend begrüßte der Heilige Vater die Pilger und Besucher deutscher Sprache auf Italienisch. Eine Übersetzung wurde verlesen.

Mit Freude grüße ich alle deutschsprachigen Pilger, die an dieser Audienz teilnehmen. Die Werke der Barmherzigkeit helfen uns, den Glauben im Alltag konkret zu leben, vor allem im Dienst an den Notleidenden. So wollen wir der Liebe entsprechen, die Gott uns jeden Tag schenkt, und dafür sorgen, dass die göttliche Liebe uns und das Leben der Mitmenschen umwandelt. Der Herr segne und behüte euch allezeit. 

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17. Dezember 2018

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