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Wozu diese Sonderausgabe?

Die Reise des Papstes nach Korea scheint neue Perspektiven zu eröffnen: »Die Kirche in Asien steckt voller Verheißungen«, sagte Franziskus, der sehr genau um die Tatsache weiß, dass der christliche Glaube und die Teilnahme am kirchlichen Leben in diesem Land seit einigen Jahren im Wachsen begriffen ist, wie dies seit langer Zeit auf keinem anderen Kontinent und in keinem anderen Land der Fall ist. 

Seitdem die christliche Religion von einer Gruppe von gebildeten Laien nach Korea gebracht wurde und dort, auch ohne die Präsenz des Klerus, Wurzeln gefasst und schwere Verfolgungen überlebt hat, trägt der koreanische Katholizismus die Zeichen einer ursprünglichen und zweifelsohne lebendigen Entwicklung. Eine Religion, von der sich vor allem Frauen angezogen fühlen, die in der christlichen Kultur jenen Respekt und jene Wertschätzung ihrer Bedürfnisse finden, denen ansonsten in der koreanischen Gesellschaft keine Beachtung geschenkt wird. Somit werden sie zu den überzeugtesten Anhängerinnen des Christentums. Und gerade ihnen wollen wir unsere Aufmerksamkeit schenken, getragen vom Bewusstsein, dass es in Korea – aufgrund immer enger werdenden Beziehungen zum Westen – nicht nur Neuerungen auf religiösem Gebiet gibt, sondern auch die Versuchungen des Materialismus und Konsumismus, die in unseren Breitengraden den Prozess der Säkularisierung vorangetrieben haben: Die Reise des Papstes wird daher dazu beitragen, die Gewissen zu schärfen sowie Herz und Geist zu erleuchten, damit sich bereits begangene Fehler nicht wiederholen, was nämlich dann der Fall ist, wenn Modernisierung und Konsumzwang miteinander verwechselt werden. Und bei diesem Kampf werden die Frauen eine wichtige Rolle spielen. (l.s)

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16. Juli 2019

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