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Worte, die töten

· Das Angelusgebet und der Besuch bei der römischen Gemeinde »San Tommaso Apostolo« ·

Was die Seele beschmutze, sei etwas, was im Herzen seinen Ursprung habe und dann über die Lippen komme. Daher sei es sehr wichtig, genau zu wissen, was sich in unserem Inneren ansammle, den Mut zu haben, das auszusprechen, was nicht recht sei, und stets die Wahrheit zu sagen. Es ist mit Sicherheit sehr anspruchsvoll, wozu Papst Franziskus gestern, Sonntag, 17. Februar, die Gläubigen mehrfach aufgefordert hat. Der Papst insistierte zuerst beim Angelusgebet und dann in einer römischen Vorstadtgemeinde auf der Notwendigkeit, sich die Seele nicht von jenen Gefühlen »des Hasses, der Rache und zahlreicher sündiger Situationen« beschmutzen zu lassen, die aus dem Inneren jedes Menschen hervorquellen.

Darüber sprach der Papst am Mittag zu den Gläubigen, die sich zum Angelusgebet auf dem Petersplatz eingefunden hatten. Er überraschte sie ein wenig, als er sagte, dass »man nicht nach dem Leben des Nächsten trachten darf«; anschließend erläuterte er aber, dass man auch mit übler Nachrede töten könne, da man dadurch den guten Ruf eines Menschen töte. Und er erklärte sich überzeugt davon, dass »wenn ein jeder von uns sich zum Vorsatz machte, das Geschwätz zu meiden, er am Ende heilig werden würde«. Das sei auch ein Beweis dafür, dass man die Liebe Jesu verstanden habe, dafür, dass man sich das Bedürfnis zu eigen gemacht habe, sich mit seinen Brüdern zu versöhnen, noch bevor »wir unsere Verehrung für den Herrn im Gebet zeigen«.

Wenig später wiederholte der Papst, in einem der südlichsten Stadtviertel Roms, bei seinem Besuch der Gemeinde »San Tommaso Apostolo«, seine Aufforderung, die hässlichen Angewohnheiten des Klatsches, der Beleidigung, der üblen Nachrede, des Hasses der einen auf die anderen abzulegen: all dies seien Dinge, so wiederholte er, die töten. Und er wiederholte seinen Rat, eine ständige Gewissensprüfung vorzunehmen, um zu sehen, was wir tatsächlich im Herzen tragen: »Ist es Liebe, oder ist es Hass?« So lautete die Frage, die er an die Gemeindeglieder richtete. In einem Dialog, der bereits mit den ersten Worten der frei gehaltenen Predigt während der Messe anfing und den er später bei den verschiedenen Begegnungen bei diesem Gemeindebesuch fortsetzte.

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25. Januar 2020

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