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Wie soll die Erziehung der Kinder aussehen?

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 20. Mai ·

Bei der Generalaudienz am Mittwoch, 20. Mai, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über die Familie fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, im Rahmen unserer Katechesenreihe befassen wir uns heute mit einem wichtigen Aspekt der Familie: der von Natur aus den Eltern zukommenden Aufgabe, ihre Kinder zu erziehen. 

Dabei geht es vor allem um die Frage: Wie soll diese Erziehung aussehen? In unserer Zeit nimmt man einen gewissen Bruch zwischen Familie und Gesellschaft wahr, der das gegenseitige Vertrauen untergräbt. Experten drängen sich in die Rolle der Eltern, sogar in den intimsten Bereichen der Erziehung. Das hat zur Folge, dass sich Eltern zurückziehen oder aus Angst, die Kinder zu verlieren, alles zulassen. Das christliche Familienbild bietet hier eine realistische Alternative. Der Apostel Paulus hebt in seinen Briefen im Licht der Offenbarung Gottes die gegenseitigen Pflichten von Eltern und Kindern hervor. Grundlage des familiären Miteinanders ist die Liebe, die Gott uns schenkt. Ihr fehlt es nie an Respekt und Geduld; sie »sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand« (1 Kor 13,5.7). Wie viele hervorragende Beispiele zeigen, ist eine gute familiäre Erziehung das Rückgrat der Gesellschaft. Christliche Familien geben mit ihrer Fürsorge schwächeren und benachteiligten Menschen einen Halt. Die christlichen Gemeinden sind aufgerufen, die Familien bei ihrer erzieherischen Aufgabe zu unterstützen. Zugleich bitten wir den Herrn, den christlichen Familien den Glauben, die Freiheit und den Mut zu geben, die zu dieser Sendung nötig sind.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Herzlich grüße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache, die zur heutigen Audienz gekommen sind, besonders die Gläubigen der Pfarrei Sankt Franziskus in Schwenningen, die zu Fuß nach Rom gepilgert sind. In diesem Monat Mai vertrauen wir dem Schutz der Jungfrau Maria alle Eheleute und Familien an. Die Muttergottes helfe uns, die Familie in der Gesellschaft und in den Herausforderungen unserer Zeit zu fördern und zu unterstützen. Der Heilige Geist geleite euch auf euren Wegen.

Papst Franziskus rief außerdem zum Gebet für die Katholiken in China und für die verfolgten Christen auf. Er sagte auf Italienisch:

Am 24. Mai werden die Katholiken in China mit großer Frömmigkeit zur allerseligsten Jungfrau Maria, Hilfe der Christen, beten, die im Heiligtum von Sheshan in Shanghai verehrt wird. Die Statue zeigt die Muttergottes, die ihr Kind in die Höhe hält und es der Welt zeigt. Das Jesuskind öffnet dabei in einer Geste der Liebe und Barmherzigkeit die Arme. Auch wir bitten Maria, den Katholiken in China zu helfen, stets glaubwürdige Zeugen dieser barmherzigen Liebe inmitten ihres Volkes zu sein und in geistlicher Verbindung mit dem Felsen Petri zu leben, auf den die Kirche gegründet ist.

Die Italienische Bischofskonferenz hat angeregt, dass bei der Pfingstvigil in den Diözesen der vielen Brüder und Schwestern gedacht wird, die allein aufgrund der Tatsache, dass sie Christen sind, vertrieben oder getötet werden. Sie sind Märtyrer. Ich hoffe, dass dieser Augenblick des Gebets das Bewusstsein stärken möge, dass Religionsfreiheit ein unveräußerliches Menschenrecht ist, dass er für das Drama der verfolgten Christen unserer Zeit sensibilisieren und dass diesem inakzeptablen Verbrechen ein Ende gesetzt werden möge.

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24. Juni 2018

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