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​Die Blitzpromotion des heiligen Alfons

· Vom Volk geliebt ·

Unter den 36 Kirchenlehrern ist der heilige Alfons Maria von Liguori allem Anschein nach der jüngste, wenn man sein Todesjahr (1787) und jenes seiner Proklamation zum Kirchenlehrer (1871) in Betracht zieht. Die Prozedur, die der Erhebung des Heiligen zum Kirchenlehrer vorausging, war »schnell«, auch wenn sie auf einigen Widerstand stieß. Zum Vergleich genüge es, daran zu erinnern, dass der heilige Thomas und der heilige Bonaventura erst dreihundert Jahre nach ihrem Tod zu Kirchenlehrern ernannt wurden; der heilige Alfons dagegen bereits 84 Jahre nach seinem Tod. Überdies ist anzumerken, dass, während der heilige Alfons in weniger als einem Jahrhundert proklamiert wurde, bei vielen anderen Kirchenlehrern viele Jahrhundert vergingen, bevor sie mit diesem Ehrentitel ausgezeichnet wurden.

Nach seiner Heiligsprechung, die am 26. Mai 1839 erfolgte, baten viele Bischöfe, Erzbischöfe, Kardinäle, Äbte und Ordensobere Papst Gregor XVI. ausdrücklich darum, den heiligen Alfons in die Reihen der Kirchenlehrer aufzunehmen. Benedikt XIV. zufolge wird dreierlei vorausgesetzt, damit ein Kirchenschriftsteller mit dem Titel eines Kirchenlehrers ausgezeichnet werden kann: herausragende Lehre, ein hoher Grad an Heiligkeit und die feierliche Erklärung durch den Papst von Rom. Im Jahr 1867 lud Pius IX. alle Bischöfe der Welt zur 1800-Jahrfeier des Martyriums des heiligen Petrus nach Rom ein ein; zwei Jahre später rief er in der vatikanischen Basilika das I. Vatikanische Konzil ein. Bei diesem Anlass säumten die Bischöfe nicht, dem heiligen Neapolitaner im Hinblick auf seine Erhebung zu dieser Würde ihr Vertrauen auszusprechen. Nach dem Ende des Konzils und mit der Erfüllung der erforderlichen Voraussetzungen billigte Pius IX. mit Dekret vom 23. März 1871 mit den folgenden Worten, dass dem heiligen Alfons Maria von Liguori der Titel eines Doctor ecclesiae universalis, eines Kirchenlehrers, verliehen werden sollte: »Er vertrieb und zerstreute mit gelehrten Werken und vor allem mit Abhandlungen zur Moraltheologie die Finsternis der Irrtümer, die weit und breit von den Ungläubigen und von den Jansenisten verbreitet worden waren. Des Weiteren klärte er einige unklare Zweifelsfälle, indem er den sicheren Weg zwischen den komplizierten Sentenzen sowohl der weniger strengen als auch der strengeren Theologen ebnete. Auf diesem Weg können die Hirten der Seelen aller Christgläubigen sicheren Schrittes vorangehen.«

Von Mario Colavita

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19. Dezember 2018

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