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Um nicht zu vergessen

· Kommenden Sonntag fährt Kardinal Vegliò zum Jahrestag des Papst-Besuches nach Lampedusa ·

Die Migranten haben das Recht auf ihre Würde um einen teuren Preis erkauft und zahlen immer noch dafür. Sie sind die Opfer dessen, was Papst Franziskus die »Globalisierung der Gleichgültigkeit« nennt oder, schlimmer noch, »die Wegwerfkultur«.

Um zu verhindern, dass weiterhin zahllose arme und verzweifelte Menschen sterben, während sie ihrem Traum nach einem besseren Leben nachjagen, ist es notwendig, dass die Menschen sich eine andere Mentalität zu eigen machen und sich der »Kultur des Willkommens und der Solidarität« öffnen. Um an das Zeugnis zu erinnern, das der Papst seit seinem vor einem Jahr erfolgten Besuch in Lampedusa in diesem Sinne abgelegt hat, wird sich Kardinal Antonio Maria Vegliò, Präsident des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs, am Sonntag, 6. Juli, auf die der sizilianischen Küste vorgelagerte Insel begeben, wo er den Vorsitz über die von der Erzdiözese Agrigent organisierten Feiern zum Gedenken an diesen Besuch einnehmen wird. Der Kardinal spricht darüber in diesem Interview, das er unserer Zeitung gewährt hat.

Vor einem Jahr hat alle Welt aufmerksam den Besuch des Heiligen Vaters auf der Insel Lampedusa verfolgt. Kommenden Sonntag werden Sie die Insel besuchen, aus Anlass des ersten Jahrestags dieser historischen Reise. Welche Bedeutung hat diese Reise für den Päpstlichen Rat, für die Kirche und für die ganze Welt?

Es ist eine der Aufgaben des Päpstlichen Rates, dem ich vorstehe, die kirchliche Gemeinschaft und die öffentliche Meinung den Problemen der Migranten und Flüchtlinge gegenüber zu sensibilisieren. Meine bevorstehende Reise zur Insel Lampedusa aus Anlass des Jahrestages des Besuchs von Papst Franziskus ist unter diesem Vorzeichen zu lesen. Ich habe sofort die Einladung des Erzbischofs von Agrigent, Francesco Montenegro, angenommen, in der Pfarrkirche San Gerlando die Messe zu feiern, die den Höhepunkt einer Reihe von Veranstaltungen darstellt, die zur Feier dieses Ereignisses und zur Erinnerung an die Tausende von Opfern stattfinden, die ihr Leben im Meer vor der Insel verloren haben, aber auch um über die Rolle nachzudenken, die Lampedusa im Zentrum des Mittelmeeres spielt. Ich möchte bei dieser Gelegenheit jedermann dazu auffordern, darüber nachzudenken, was sich ganz konkret in seinem persönlichen Leben und in dem unserer Gesellschaft verändert hat.

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16. Dezember 2017

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