Hinweis

Diese Website verwendet Cookies
Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die dazu beiträgt, Ihren Besuch auf unserer Website zu verbessern. Mit dem Navigieren auf den Seiten dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu unseren Cookie-Richtlinien finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Die Aufgabe der Bischöfe, Priester und Diakone

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 12. November ·

Am Mittwoch, 12. November, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über die Kirche fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, letzte Woche haben wir gesehen, welch großes Geschenk das Weiheamt für die Kirche ist. Was aber wird von den Bischöfen, Priestern und Diakonen verlangt, damit sie ihr Dienstamt fruchtbar und authentisch ausüben können? Der Apostel Paulus umreißt in den Pastoralbriefen die Aufgaben dieses Dienstes wie auch die erforderlichen Voraussetzungen. Neben der Gabe des Glaubens und des geistlichen Lebens braucht es ebenso eine Reihe menschlicher Qualitäten: Besonnenheit, Geduld, Zuverlässigkeit, Herzensgüte. Ohne diese Eigenschaften im Umgang mit den Mitmenschen ist kein wirklich freudiger und glaubwürdiger Dienst möglich. Eine Grundhaltung, die Paulus anmahnt, besteht darin, die empfangene Gnade nicht zu vernachlässigen und sie neu zu entfachen. Wenn sich der Amtsträger vor Augen hält, dass das Dienstamt ein Geschenk der Liebe und Barmherzigkeit Gottes ist, kann er nie eine autoritäre Haltung annehmen. Dieses Bewusstsein bewahrt den Hirten auch vor der Versuchung, sich in den Mittelpunkt zu stellen oder nur auf sich selbst zu vertrauen. Weil er weiß, dass er als Erster des Erbarmens Gottes bedarf, begegnet er den anderen in Demut und voll Verständnis. Den Auftrag, das Glaubensgut zu bewahren, wird er gleichwohl im Hinhören auf die Mitmenschen ausüben, da er immer auch ein Lernender ist. So sollen die Mitbrüder im Weiheamt eine neue Haltung einüben, die von Austausch, Teilen, Mitverantwortung und Gemeinschaft geprägt ist.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Sehr herzlich heiße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. Insbesondere grüße ich die Gruppe von Patienten des Palliativzentrums Landshut. Danken wir dem Herrn, dass er durch den Dienst der Bischöfe, Priester und Diakone seine Kirche leitet und formt, und beten wir für die Hirten, dass sie immer mehr lebendiges Abbild der Gemeinschaft und der Liebe Gottes sind. Der Herr behüte euch allezeit.

In italienischer Sprache erließ Papst Franziskus einen Appell für die verfolgten Christen. Er sagte:

Mit großer Sorge verfolge ich die dramatische Situation der Christen, die in verschiedenen Teilen der Welt um ihres Glaubens willen verfolgt und getötet werden. Es ist mir ein Anliegen, die von dieser absurden, nicht aufhören wollenden Gewalt hart getroffenen christlichen Gemeinschaften meiner tiefen geistlichen Nähe zu versichern, während ich die Hirten und Gläubigen ermutige, in der Hoffnung stark und unerschütterlich zu bleiben. Erneut appelliere ich eindringlich an die verantwortlichen Politiker auf lokaler und internationaler Ebene wie auch an alle Menschen guten Willens, damit eine breite Mobilisierung der Gewissen zugunsten der verfolgten Christen stattfinden möge. Sie haben das Recht, in ihren Ländern in Sicherheit und Ruhe zu leben und frei unseren Glauben zu bekennen. Und jetzt lade ich euch ein, für alle Christen, die verfolgt werden, weil sie Christen sind, das Vaterunser zu beten. 

Druckausgabe

 

LIVE

St. Peter’s Square

22. Januar 2018

VERWANDTE NACHRICHTEN