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Stimmenthaltung ist keine gute Wahl

· Der Leitartikel in der Monatsschrift der COMECE setzt sich mit den anstehenden Europawahlen auseinander ·

Brüssel, 8. »Die Stimmenthaltung ist keine Option. Es ist offenkundig, dass die von der Wahlkabine garantierte Privatsphäre fast ebenso heilig ist wie die des Beichtstuhls und dass die Freiheit des Bürgers, nach seinem Gewissen zu entscheiden, nicht in Frage gestellt wird. 

Aber die Bischöfe machen sich vor allem Sorgen hinsichtlich der Notwendigkeit, diese Wahlmit Sachkenntnis zu treffen und mit ihr einer gemeinschaftlichen Vision Europas und unserer gemeinsamen Zukunft Stimme zu verleihen.« Der Leitartikel der jüngsten Ausgabe von »Europe Infos«, der monatlich erscheinenden Publikation der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) und des europäischen Büros der Jesuiten, befasst sich in erster Linie mit den für Mai angesetzten Europawahlen. Der von P. Patrick Daly, dem Generalsekretär der COMECE, verfasste Artikel, der mit »Die Lage im Jahr 2014? Es werden Wetten angenommen« überschrieben ist und an dem auch SIR Europa (Servizio Informazione Religiosa; Agentur für religiöse Informationen) Interesse zeigt, geht von der Überlegung aus, dass eine niedrige Wahlbeteiligung die extremsten Parteien (in diesem Fall die Euroskeptiker bzw. die Europagegner) begünstigen würde, indem dies ihnen gestatten würde, weitere Sitze zu erobern.

Viele Beobachter beschwören das doppelte Gespenst einer niedrigen Wahlbeteiligung und einer Zunahme der »Euro-Phobiker« herauf. Deshalb »ist es richtig, dass die katholischen Bischöfe Europas es als ihre Priorität ansehen, die Bürger zur Stimmabgabe zu ermutigen«. Es sei schön, schreibt Daly, in die Kristallkugel zu schauen, und »wir können darauf zählen, dass schwatzhafte Intellektuelle die Aufgabe übernehmen werden, dies zu tun. Aber Europe Infos hat eine andere Aufgabe, die vor allem damit übereinstimmt, was unsere Bischöfe sich von uns erwarten. Europe Infos möchte seine Leser mit Informationen versorgen, die Fragen betreffen, die zentral für die Debatte über Europa sind, und im Lichte der Soziallehre der katholischen Kirche über sie nachdenken«. Ein besonders wertvolles Instrument dann, wenn man wie im Jahr 2014 ein Jahr beginnt, das sich durch Wahlen auszeichnet.

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