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Solidarische und verantwortliche Freiheit

· Besuch des Kardinalstaatssekretärs in Polen abgeschlossen ·

Die Polen waren dadurch, dass sie »die Solidarität zur Grundlage der Freiheit« machten, »eine Quelle der Inspiration und ein Vorbild« auch für »die anderen unterdrückten Nationen Mittel- und Osteuropas«. Aus Anlass des 25. Jahrestages der ersten teilweise freien Wahlen des Landes hat Kardinal Pietro Parolin heute Vormittag, Mittwoch, 4. Juni, »den bedeutenden Beitrag« gewürdigt, den Polen »zum europäischen Erbe beigesteuert hat«.

Der Staatssekretär hat genau an jenem Tag, der symbolisch für den Anfang der Rückkehr zur Freiheit steht, seinen fünftägigen Besuch in der Heimat Johannes Pauls II. damit abgeschlossen, dass er in der Kathedrale von Warschau in Gegenwart der höchsten Vertreter der Republik eine Dankmesse feierte. Nachdem er erklärt hatte, dass er mit Freuden als Vertreter von Papst Franziskus an der Gedenkveranstaltung teilnehme und »für den Wohlstand des Landes bete«, kommentierte der Kardinal die Schriftlesungen der Zeit vor dem Hochfest von Pfingsten, wobei er sich vor allem auf die Psalmworte konzentrierte: »Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen, und du erneuerst das Antlitz der Erde«. Diese Worte erinnern in der Tat an jene, die Papst Wojtyla am 2. Juni 1979 gerade in der polnischen Hauptstadt gesagt hatte. Und »das, so erläuterte der Staatssekretär, »geschah zu Beginn seines Pontifikats«, als »noch nichts darauf hindeutete, dass ein Kurswechsel stattgefunden hätte. Das Land lebte in einem Klima der Unterdrückung, aber die Polen blieben Gott und der Kirche treu.« Und »niemand konnte vorhersehen, dass diese Worte des Papstes bereits ein Jahr später die ersten Früchte tragen sollten. Der Heilige Geist gab dem Volk einen starken Impuls, damit es damit fortfahre, sich zusammenzuschließen und für seine Rechte zu kämpfen.«

Der Kardinal wollte den Polen vor allem das Verdienst zuschreiben, das Primat »der Moralität in Polen« zur Geltung gebracht zu haben, indem sie den Kommunismus »mit friedlichen Methoden« bekämpft hätten, indem sie »ausschließlich mit geistiger Kraft auf die physische Gewalt« geantwortet und dafür Zeugnis abgelegt hätten, »dass das einzig wirksame Mittel gegen die Gewalt und die Unwahrheit eines autoritären Staates darin besteht, den Mut zu einem wahren und authentischen Leben zu haben.« Infolgedessen habe »die Wende, die ohne Blutvergießen erfolgt war«, einen bedeutenden Sieg des gesunden Menschenverstandes und der Moral über den Zynismus des herrschenden Systems« bedeutet. Auch wenn man in der Tat »in Osteuropa die Wende des Jahres 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer in Verbindung bringt«, darf nach Ansicht des Staatssekretärs nicht vergessen werden, »dass der Anfang dieser Ereignisse sehr viel früher in Polen stattfand«. Auch wenn, wie er sogleich hinzufügte, »die Wende« für das Land »den Anfang eines keineswegs einfachen Weges bezeichnet hat, der keineswegs mit Rosen bestreut war« und der »zahlreiche Anstrengungen« erforderlich machte, »um die Strukturen des demokratischen Staates zu festigen.«

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18. Juni 2019

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