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In Jesus Christus sind wir ersehnt, gewollt und geliebt

· Grußwort des Papstes bei der Generalaudienz am 14. Juni ·

Bei der Generalaudienz am 14. Juni setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über die christliche Hoffnung fort. Im Mittelpunkt seiner Betrachtungen stand die bedingungslose Liebe Gottes zu den Menschen. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Renee Kahn, «Il ritorno del figliol prodigo»

Liebe Brüder und Schwestern, viele Menschen meinen, sie müssten sich die Liebe verdienen. Sie bauen eine äußere Fassade auf, wollen stark, attraktiv und schön sein, um so von anderen Wertschätzung zu bekommen. Doch diese erkaufte Zuneigung macht nicht glücklich, sie hinterlässt eine Leere und versklavt. Viele Probleme des Narzissmus oder der Gewalt rühren von der traurigen Tatsache her, dass sich Menschen nicht geliebt und anerkannt fühlen. Und doch gibt es die große, bedingungslose Liebe, die wirklich jedem Menschen geschenkt wird: Gott hat sich aus Liebe zu uns entäußert, ist Mensch geworden und für uns gestorben, als wir noch Sünder waren. Gott liebt uns wie ein Vater oder eine Mutter. Eine Mutter hört nicht auf, selbst für den Sohn, der in die Irre geht, zu leiden. In dieser Weise werden wir von Gott geliebt. Aus Gnade werden wir einbezogen in die innere Liebesbeziehung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die Gott Vater mit dem eigenen Sohn durch den Heiligen Geist verbindet. In Jesus Christus sind wir ersehnt, gewollt und geliebt.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Herzlich heiße ich alle Pilger deutscher Sprache willkommen, insbesondere die Gemeinschaft des Kollegs der Schulbrüder in Illertissen. Im Monat Juni verehren wir in besonderer Weise das Heiligste Herz Jesu, Quelle seiner unerschöpflichen Liebe zu uns. Versuchen wir, frohe Zeugen dieser Liebe zu sein, und schenken wir sie allen, denen wir begegnen, weiter. Gott segne euch und eure Familien.

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20. Januar 2018

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