Hinweis

Diese Website verwendet Cookies
Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die dazu beiträgt, Ihren Besuch auf unserer Website zu verbessern. Mit dem Navigieren auf den Seiten dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu unseren Cookie-Richtlinien finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Höhepunkt der Liturgie des Wortes

· ​Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 7. Februar ·

In der Generalaudienz am Mittwoch, 7. Februar, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über die Heilige Messe fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, in unseren Betrachtungen zur Feier der heiligen Messe sprechen wir heute über das Evangelium und die Homilie. Das Evangelium bildet den Höhepunkt der Liturgie des Wortes und darf nur von einem Priester oder Diakon verkündet werden. Ihm geht das Halleluja oder ein anderer Ruf voraus; ebenso wird es von besonderen Zeichen der Ehrerbietung und Verehrung begleitet, um deutlich zu machen: Hier ist der Herr gegenwärtig. Er spricht zu uns. Was er einst gesagt und getan hat, vollzieht er jetzt weiter an uns. Um seine Botschaft näherzubringen, bedient sich Christus auch des Wortes des Priesters oder des Diakons, der nach dem Evangelium die Homilie hält. Sie ist Teil der Liturgie und greift den Dialog zwischen dem Herrn und seinem Volk auf, damit er im Leben erfüllt wird. Die authentische Auslegung des Evangeliums ist unser heiligmäßiges Leben! Gottes Wort muss in uns Fleisch werden und in Werke umgesetzt werden, wie es bei Maria und den Heiligen war. Für eine fruchtbare Verkündigung sind eine gute Vorbereitung, Aufmerksamkeit und die rechte innere Haltung sowohl des Predigers wie auch der Zuhörer erforderlich. Die Kenntnis und das regelmäßige Lesen der Heiligen Schrift hilft uns allen, mit Gewinn an der Liturgie des Wortes teilzunehmen.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Mit Freude heiße ich die Brüder und Schwestern aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. In der Liturgie verkündet Christus immer noch die Frohe Botschaft, und wir müssen durch unsere Teilnahme an der heiligen Messe ihm Antwort geben. Der Herr helfe uns, wie die Heiligen das gelebte Evangelium für unsere Mitmenschen zu sein. Gott segne und behüte euch.

Im Anschluss verlas Papst Franziskus zwei Appelle, zunächst jenen aus Anlass des Weltgebetstags gegen Menschenhandel:

Morgen, am 8. Februar, dem liturgischen Gedenktag der heiligen Josefine Bakhita, wird der Weltgebetstag gegen Menschenhandel begangen. Das Thema, unter dem er dieses Jahr steht, lautet »Migration ohne Menschenhandel. Ja zur Freiheit! Nein zum Menschenhandel!« Da ihnen wenige rechtmäßige Wege offenstehen, entscheiden sich viele Migranten dafür, andere Wege einzuschlagen, auf denen sie oft Missbrauch jedweder Art, Ausbeutung und Versklavung erwartet. Die auf den Menschenhandel spezialisierten kriminellen Vereinigungen bedienen sich dieser Migrationsrouten, um ihre Opfer unter den Migranten und Flüchtlingen zu verstecken. Ich fordere daher jedermann, Privatpersonen wie Institutionen, dazu auf, dem Menschenhandel vorzubeugen und dessen Opfern Schutz und Beistand zuzusichern. Lasst uns alle dafür beten, dass der Herr die Herzen der Menschenhändler bekehre – dieses Wort »Menschenhändler« ist hässlich! –, und dass er denen, die unter diesem schändlichen Übel leiden, die Hoffnung schenke, ihre Freiheit zurückzugewinnen.

Schließlich verlas der Papst noch einen Appell aus Anlass der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang:

Übermorgen, am 9. Februar, werden in Pyeongchang in Südkorea die XXIII. Olympischen Winterspiele eröffnet, an denen 92 Länder teilnehmen.

Der traditionelle olympische Friede gewinnt dieses Jahr ganz besonders an Bedeutung: Die Delegationen der beiden koreanischen Staaten werden unter einer gemeinsamen Fahne einziehen und als eine Mannschaft an den Spielen teilnehmen. Diese Tatsache lässt auf eine Welt hoffen, in der Konflikte friedlich durch Dialog und in wechselseitigem Respekt beigelegt werden, wie es uns auch der Sport lehrt.

Ich grüße das Internationale Olympische Komitee, die Athleten und Athletinnen, die an den Spielen von Pyeongchang teilnehmen, die Regierungsvertreter sowie das Volk der koreanischen Halbinsel. Sie alle begleite ich mit dem Gebet, während ich die Verpflichtung des Heiligen Stuhles erneuere, jede Initiative zu unterstützen, die den Frieden und die Begegnung der Völker fördern kann. Möge diese Olympiade ein großes Fest der Freundschaft und des Sports sein! Gott möge euch segnen und beschützen!

Druckausgabe

 

LIVE

St. Peter’s Square

19. August 2018

VERWANDTE NACHRICHTEN