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Hoffnung in Zeiten der Tränen

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 4. Januar ·

In der Generalaudienz am Mittwoch, 4. Januar, sprach Papst Franziskus im Rahmen seiner Katechesereihe zum Thema der christlichen Hoffnung über eine Frauengestalt des Alten Testaments: Rahel. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, im Alten Testament finden wir die Figur der Rahel, die uns von der Hoffnung selbst in Zeiten der Tränen spricht. Rahel starb bei der Geburt ihres zweiten Sohnes Benjamin. Der Prophet Jeremia bezieht sich auf diese Mutter, um das Volk der Israeliten im Exil zu trösten, und versetzt sie nach Rama, wo sie um die Verbannten weint. Angesichts des Verlusts eines Kindes sind Worte oder Gesten des Trostes nie in der Lage, den Schmerz einer Mutter zu lindern. Rahel schließt den Schmerz aller Mütter zu allen Zeiten, die Tränen jedes Menschen ein. Um Tränen zu trocknen und von Hoffnung zu sprechen, muss man sich mit dem anderen im Weinen vereinen, sein Leid teilen. Gott antwortet auf das Weinen der Rahel mit der Verheißung der Rückkehr des Volkes. Ihre Tränen haben Hoffnung hervorgebracht. Das Wort des Jeremia begegnet uns auch beim Kindermord von Betlehem. Die Unschuldigen Kinder starben für Jesus. Der Sohn Gottes wiederum starb für alle Menschen. Er hat das Leid der Menschen geteilt und den Tod auf sich genommen. Sein Wort wurde endgültig zum Wort des Trostes. Und am Kreuz schenkte er seiner Mutter eine neue Fruchtbarkeit, als er Maria dem Jünger anvertraute und sie zur Mutter der Glaubenden machte. Der Tod ist besiegt, und auch Marias Tränen haben Hoffnung und neues Leben hervorgebracht.

Der Papst grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Sehr herzlich heiße ich die Pilger deutscher Sprache bei dieser Audienz willkommen. In seinem Sohn, der zu Betlehem geboren wurde, ist Gott uns ganz nahe und hat unsere menschliche Schwachheit geteilt bis hin zum Tod. Christus ist immer an unserer Seite, in Freud und Leid. Er ist unsere Hoffnung. Der Herr begleite euch in diesem neuen Jahr mit seinem Segen.

Angesichts der Vorfälle im Gefängnis von Manaus (Brasilien) rief Papst Franziskus zu einer Verbesserung der Situation in den Gefängnissen auf. Er sagte in italienischer Sprache:

Gestern haben uns aus Brasilien dramatische Nachrichten über das Massaker im Gefängnis von Manaus erreicht, wo eine äußerst gewalttätige Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Banden Dutzende von Toten gefordert hat. Ich bringe meinen Schmerz und meine Sorge in Bezug auf das Geschehene zum Ausdruck. Ich rufe zum Gebet für die Verstorbenen auf, für ihre Familienangehörigen, für alle dortigen Gefängnisinsassen und für alle, die in dem Gefängnis arbeiten. Und ich appelliere erneut dafür, dass Haftanstalten Orte der Erziehung und Wiedereingliederung sein sollen und dass die Lebensbedingungen der Gefangenen menschenwürdig sein müssen.

Ich lade euch ein, für diese Gefangenen, die verstorbenen und die lebenden, zu beten, und auch für die Gefangenen in der ganzen Welt, damit die Gefängnisse zur Wiedereingliederung da sein mögen und nicht überfüllt sind. Es sollen Orte der Wiedereingliederung sein. Beten wir zur Muttergottes, der Mutter der Gefangenen: Gegrüßet seist du Maria…

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