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Heiligen Geistes: Weisheit

· Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 9. April ·

Am heutigen Mittwoch, 9. April, begann der Papst eine neue Katechesereihe über die Gaben des Heiligen Geistes. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, heute möchte ich mit euch eine Katechesen-Reihe über die Gaben des Heiligen Geistes beginnen. Der Heilige Geist ist die »Seele«, die Lebensader der Kirche. Er ist die Gabe Gottes schlechthin und teilt seinerseits dem, der ihn aufnimmt, verschiedene geistliche Gaben mit. Ausgehend von einem Wort des Propheten Jesaja (vgl. 11,2) spricht die Kirche von sieben Gaben des Heiligen Geistes: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Die erste davon ist die Weisheit. Es handelt sich nicht einfach um menschliche Weisheit, der Frucht von Wissen und Erfahrung. Sie ist das Geschenk eines »hörenden Herzens«, das das Gute vom Bösen zu unterscheiden weiß; die Gnade, alles mit den Augen Gottes zu sehen; ein inneres, vom Geist geschenktes Licht, das Gottes Spuren erkennen lässt. Die Weisheit wächst daher in der vertrauten Beziehung mit Gott und macht den Christen zu einem kontemplativen Menschen. Er verspürt, dass er stets beim Herrn ist, und alles spricht ihm von Gott und weckt in ihm eine tiefe Dankbarkeit. So macht der Heilige Geist den Christen weise; das heißt nicht, dass er auf alles eine Antwort hat, sondern Gott kennt, ihn sozusagen »auskostet«, dass sein Leben und sein Herz die Freude und den Geschmack Gottes haben. Alles eines solchen Christen »schmeckt« nach Gott, spricht von Gott und wird zum Zeichen seiner Gegenwart und Liebe.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Herzlich heiße ich alle deutschsprachigen Pilger willkommen, besonders die zahlreichen Schul-, Firm- und Ministrantengruppen. Bitten wir um die Gabe der Weisheit, damit unser Leben nicht schal ist, sondern den Geschmack Gottes hat; damit wir unter der Anleitung des Heiligen Geistes das Gute vom Bösen unterscheiden, Gott in allem erkennen und den Mitmenschen Gottes Zuneigung und Liebe mitteilen können. Der Herr segne euch alle.

In italienischer Sprache rief der Papst zum Gebet für Syrien auf. Er sagte:

Am vergangenen Montag ist in Homs in Syrien P. Frans van der Lugt ermordet worden, ein holländischer Jesuit und Mitbruder, 75 Jahre alt. Er war vor ungefähr 50 Jahren nach Syrien gekommen und hat immer allen Gutes getan, unentgeltlich und mit Liebe, und deshalb wurde er von Christen und Muslimen geliebt und geschätzt.

Sein brutale Ermordung hat mich mit tiefem Schmerz erfüllt und mich erneut an die vielen Menschen denken lassen, die leiden und sterben in diesem gepeinigten Land, das schon allzu lange Opfer eines blutigen Konfliktes ist, der weiterhin Tod und Zerstörung erntet. Ich denke auch an die vielen entführten Personen, Christen und Muslime, in Syrien und anderen Ländern, unter ihnen Bischöfe und Priester. Bitten wir den Herrn, dass sie bald in den Kreis ihrer Lieben, in ihre Familien und Gemeinschaften zurückkehren können.

Von Herzen lade ich euch alle ein, euch meinem Gebet für den Frieden in Syrien und in der Region anzuschließen. Ich richte einen eindringlichen Appell an die syrischen Verantwortlichen und die internationale Gemeinschaft: Bitte, die Waffen sollen schweigen, die Gewalt muss aufhören! Kein Krieg mehr! Keine Zerstörung mehr! Das humanitäre Recht muss respektiert werden, es muss für die Bevölkerung gesorgt werden, die humanitäre Hilfe braucht, und durch Dialog und Versöhnung möge der ersehnte Frieden erreicht werden!

Unsere Mutter Maria, Königin des Friedens, bitten wir, dass sie uns dieses Geschenk für Syrien erlangen möge, und wir wollen alle gemeinsam beten. Ave Maria…

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