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Gemeinsam zur Heiligkeit berufen

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 19. November ·

Am Mittwoch, 19. November, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über die Kirche fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, das Geheimnis der Kirche gründet in besonderer Weise in der Heiligkeit. Die Heiligkeit steht in Beziehung zum Wesensmerkmal der Kirche als Communio – Gemeinschaft, die das Zweite Vatikanische Konzil wieder neu ins Bewusstsein gerufen hat. Communio meint hier zum einen die Gemeinschaft der Getauften, die alle die gleiche Würde vor Gott besitzen und eine gemeinsame Berufung zur Heiligkeit haben. 

Zum anderen bezeichnet sie das Geheimnis der persönlichen Vereinigung des Menschen mit der göttlichen Dreifaltigkeit, die im Glauben ihren Ursprung hat und auf eine endgültige Vollendung am Ende der Zeiten ausgerichtet ist. Beide Dimensionen der Communio begründen die Berufung eines jeden Christen zur Heiligkeit. Christus schenkt die Heiligkeit in der Taufe. Er macht die Kirche »im Wasser und durch das Wort rein und heilig«, wie Paulus sagt (Eph 5,26). Jeder Getaufte hat nun die Aufgabe, dieses Geschenk der Heiligkeit in seinem Leben fruchtbar zu machen – im Alltag, bei jeder Arbeit, bei all unserem Tun. Schritt für Schritt sollen wir Heilige werden, indem wir in Gemeinschaft mit Christus und im Dienst an den Mitmenschen unser tägliches Zeugnis der Liebe geben. Heilig werden können wir aber nur miteinander, indem wir einander stützen und ergänzen – als Glieder des einen Leibes, der Kirche, die von Christus dem Auferstandenen geliebt wird und heilig gemacht worden ist.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Willkommensgruß sage ich den Pilgern und Besuchern deutscher Sprache. Ich wünsche euch einen schönen und anregenden Aufenthalt in Rom, wie auch die Erfahrung einer lebendigen und solidarischen Gemeinschaft unter den Mitreisenden. Der Heilige Geist helfe euch, heilig zu werden, und geleite euch auf all euren Wegen.

In italienischer Sprache rief Papst Franziskus zum Frieden in Jerusalem und im Heiligen Land auf:

Mit großer Sorge verfolge ich die allarmierende Zunahme der Spannung in Jerusalem und anderen Gebieten des Heiligen Landes mit unannehmbaren Gewaltakten, die auch die Gotteshäuser nicht verschonen. Ich bete besonders für die Opfer dieser dramatischen Situation zu sowie für alle, die am meisten unter den Folgen leiden. Aus ganzem Herzen richte ich an alle Beteiligten einen Appell, damit die Spirale des Hasses und der Gewalt beendet werde und mutige Entscheidungen zugunsten der Versöhnung und des Friedens getroffen werden. Frieden aufzubauen ist schwierig, aber ohne Frieden zu leben ist eine Qual!

Außerdem sagte er aus Anlass des Tages »pro Orantibus«, der am kommenden Freitag begangen wird:

Am Freitag, den 21. November, liturgischer Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem, begehen wir den Tag »pro Orantibus«, der den Klausurorden gewidmet ist. Dies ist ein guter Anlass, um dem Herrn für das Geschenk vieler Menschen zu danken, die sich in den Klöstern und Einsiedeleien im Gebet und in tätiger Stille Gott weihen und seinen Primat anerkennen, der ihm allein zukommt. Danken wir dem Herrn für die Zeugnisse des Lebens in Klausur und lassen wir es nicht an unserer geistlichen und materiellen Unterstützung zur Erfüllung dieser wichtigen Sendung fehlen.

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