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Gebet und Barmherzigkeit

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 25. Mai ·

Papst Franziskus setzte am Mittwoch, 25. Mai, in der wöchentlichen Generalaudienz seine Katechesereihe über die Barmherzigkeit fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern,

in der heutigen Katechese betrachten wir die Beziehung zwischen der Barmherzigkeit Gottes und dem Gebet des Menschen. Immer erhört Gott die Bitten seiner Kinder, aber nicht immer zu der Zeit und in der Weise, wie wir es wünschen. Was sollen wir tun? Jesus erzählt in diesem Zusammenhang das Gleichnis von der armen Witwe und dem ungerechten Richter (vgl. Lk 18,1-8).

Durch die Beharrlichkeit ihres Bittens bringt die Witwe den Richter dazu, ihr zu ihrem Recht zu verhelfen. Jesus hebt hervor, dass der barmherzige Gott natürlich das Gegenteil dieses Richters ist, dass es aber dennoch nötig sei, immer zu beten und darin nicht nachzulassen. Jesus selbst ist uns Vorbild für das inständige Gebet. Vor seinem Leiden hat er im Garten Getsemani gebetet, dass der Kelch an ihm vorübergehe, doch vertraute er sich dem Vater ohne Vorbehalt an: »Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst« (Mt 26,39). Das ist es, was beim Beten geschieht: Das Motiv des Gebets tritt zurück, aber die Beziehung zum himmlischen Vater wird gestärkt. Wer beständig betet, strebt immer mehr nach einer Einigung mit Gott, dem Ursprung der barmherzigen Liebe. Diese Erfahrung der Nähe Gottes im Gebet gibt auch unserem Glauben neue Kraft.

Der Papst grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Von Herzen grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Die Kirche weiht diesen schönen Monat Mai besonders dem Marienlob. Richten wir unsere Bitte an die Muttergottes, die auch unsere Mutter ist, auf dass sie uns die Wege des Heils lehre. Der Herr segne euch und eure Familien.

Auf Italienisch rief Papst Franziskus zum Gebet für vermisste Kinder und zur Teilnahme an der Fronleichnamsprozession auf. Er sagte:

Heute wird der Internationale Tag der vermissten Kinder begangen. Alle haben die Pflicht, die Kinder zu beschützen, besonders diejenigen, die einer erhöhten Gefahr der Ausbeutung, des Menschenhandels und abnormaler Verhaltensweisen ausgesetzt sind. Ich hoffe, dass die zivilen und religiösen Autoritäten die Gewissen wecken und sensibilisieren können, um die Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der einsamen, ausgebeuteten und ihren Familien sowie ihrem sozialen Kontext entrissenen Kinder zu vermeiden, von Kindern, die nicht in Ruhe wachsen und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. Ich fordere alle zum Gebet auf, damit jedes Kind der Liebe seiner Familie zurückgegeben werden möge.

Morgen werden wir in Rom die traditionelle Fronleichnamsprozession abhalten. Um 19 Uhr werde ich auf dem Platz vor dem Lateran die heilige Messe feiern und dann werden wir das Allerheiligste Sakrament anbeten, während wir zur Basilika Santa Maria Maggiore gehen. Ich lade die Römer und Pilger ein, an diesem feierlichen öffentlichen Akt des Glaubens und der Liebe zu Jesus teilzunehmen, der wahrhaft in der Eucharistie gegenwärtig ist.

Vor dem Segen sagte der Papst:

Am vergangenen Montag haben sich in Syrien, im geliebten Syrien, einige Terroranschläge ereignet, die den Tod von etwa einhundert schutzlosen Zivilpersonen verursacht haben. Ich fordere alle auf, zum barmherzigen Vater und zur Muttergottes zu beten, damit Gott den Opfern die ewige Ruhe gebe, den Familienangehörigen Trost schenke und das Herz derer bekehre, die Tod und Zerstörung säen. Alle gemeinsam wollen wir zur Muttergottes beten. [Ave Maria…]

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25. April 2018

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