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Fröhliche Gemeinschaft der vielen Nationen

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 3. August ·

Am Mittwoch, 3. August, fand in der »Aula Paolo VI« die erste Generalaudienz nach der Sommerpause statt, in der Papst Franziskus Rückblick auf seine Apostolische Reise nach Polen hielt. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern,

nach 25 Jahren ist der Weltjugendtag in diesen Tagen ein zweites Mal nach Polen gekommen. Wie 1991 in Tschenstochau hat er diesmal in Krakau junge Menschen aus der ganzen Welt zusammengeführt. Das bunte Fahnenmeer im Jordan-Park und auf dem Campus Misericordiae machte die fröhliche Gemeinschaft der vielen Nationen deutlich und die Freude, mit Brüdern und Schwestern zu feiern. 

Bei diesem Weltjugendtag im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit haben die jungen Menschen ihre Bereitschaft zeigen können, die Botschaft des göttlichen Erbarmens mit Werken der Barmherzigkeit überall hinzutragen. Diese Reise war zugleich ein Besuch Polens, angefangen beim Heiligtum der Gottesmutter von Tschenstochau. Dieses Land mit seiner Geschichte – geprägt von leidvollen Prüfungen und Stärke im Glauben – sagt Europa, dass es keine Zukunft für den Kontinent geben kann ohne die Rückbesinnung auf seine grundlegenden Werte und auf eine christliche Sicht des Menschen. Ein zentraler Wert ist hier die Barmherzigkeit, die mit zwei großen Figuren des polnischen Volkes in Verbindung gebracht wird: der heiligen Schwester Faustyna und dem heiligen Johannes Paul II. Ein ausdrucksvoller Moment vor dem Hintergrund der augenblicklichen Weltlage und der Bedrohung durch einen »stückweisen« Krieg war schließlich der Besuch in Auschwitz-Birkenau. In Gebet und in Stille habe ich der unzähligen Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Es ist ein Ort der Erinnerung und zugleich der Mahnung zur Verantwortung, dazu beizutragen, dass der Samen des Hasses und der Gewalt nie wieder Wurzeln schlägt.

Der Papst grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache. In der Sommerzeit wollen wir unsere menschlichen Beziehungen nicht vernachlässigen und ebenso den Dialog mit Gott im Gebet nicht unterlassen. Vergessen wir auch nicht, im Urlaub manche Werke der Barmherzigkeit zu tun! Der Heilige Geist begleite euch auf euren Wegen!

Auf Italienisch verlas der Papst eine Botschaft aus Anlass der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, die am kommenden Freitag beginnen:

Herzlich möchte ich nun das brasilianische Volk grüßen, insbesondere die Stadt Rio de Janeiro, die aus Anlass der Olympischen Sommerspiele Sportler und Sportbegeisterte aus der ganzen Welt beherbergt. Ich wünsche, dass in einer nach Frieden, Toleranz und Versöhnung dürstenden Welt der olympische Geist alle – Teilnehmer und Zuschauer – inspirieren möge, »den guten Kampf« zu kämpfen und gemeinsam den Lauf zu vollenden (vgl. 2 Tim 4,7-8), mit dem Wunsch, nicht eine Medaille als Preis zu erhalten, sondern etwas noch viel Wertvolleres: die Verwirklichung einer Zivilisation, in der Solidarität herrscht, gegründet auf die Überzeugung, dass wir alle Mitglieder einer einzigen Menschheitsfamilie sind, unabhängig von Unterschieden der Kultur, Hautfarbe oder Religion. Und den Brasilianern, die mit ihrer Freude und der für sie kennzeichnenden Gastfreundschaft dieses Fest des Sports organisieren, wünsche ich, dass dies eine Gelegenheit sein möge, die schwierigen Momente zu überwinden, sich in »Teamarbeit« für den Aufbau eines gerechteren und sichereren Landes zu engagieren sowie auf eine hoffnungs- und freudvolle Zukunft zu setzen. Gott segne euch alle!

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