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​Familien in Armut

· ​Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 3. Juni ·

Bei der Generalaudienz am Mittwoch, 3. Juni, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über die Familie fort und begann mit der Behandlung von Prüfungen und Herausforderungen im familiären Leben. In der heutigen Katechese stand die Armut im Mittelpunkt. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, in der heutigen Katechese wollen wir einen Blick auf Prüfungen und Herausforderungen im familiären Leben werfen. Viele Familien in der Welt leiden unter Armut, besonders an der Peripherie der Großstädte. Dabei kommt oft noch der Krieg hinzu, »die Mutter aller Armut«. 

Trotzdem versuchen die Familien ein Leben in Würde zu führen und vertrauen auf den Segen Gottes. Sie sind mit ihren in Treue und Herzlichkeit gelebten personalen Beziehungen eine wahre Schule der Menschlichkeit. Es ist fast ein Wunder, wie manche Familien unter widrigsten Umständen die Liebe vorleben und die Gesellschaft vor der Barbarei bewahren. Die heutige Wirtschaft bestärkt eine individualistische Wohlfühlkultur und stellt dabei die Bedeutung der familiären Bindungen infrage. Das ist ein furchtbares Missverhältnis. Die Arbeit und der Wert der Familie tauchen in keiner Bilanz auf, und doch ist sie die Säule des gesellschaftlichen Lebens. Nimmt man die Familie weg, stürzt alles zusammen. Wenn wir über die Überwindung der Armut sprechen geht es beileibe nicht nur um Nahrung. Es geht auch um Bildung, Arbeit, medizinische Versorgung. Es geht um die Würde des Menschen. Die materielle Not kann eine Familie zerstören, sie fordert die Beziehung der Ehepartner oft allzu sehr heraus. Auch wirkt sich häufig der Einfluss der Medien mit ihren sensationalistischen und konsumistischen Ideen schädlich auf die Familie aus. Als Christen müssen wir allen Familien in Armut nahe sein und wollen auch selbst einen bescheidenen Lebensstil in der Kirche führen. Arbeiten wir alle mit unserem täglichen Gebet und lebendigen Beispiel am Aufbau einer Kultur der Familie mit.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger deutscher Sprache, besonders die Ständigen Diakone des Erzbistums Freiburg. Die Kirche widmet den Monat Juni in besonderer Weise der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu. Seiner göttlichen Liebe wollen wir alle unsere Familien in Not anempfehlen. Gott segne euch alle.

In englischer Sprache brachte Papst Franziskus seine Betroffenheit über das Schiffsunglück auf dem Jangtse-Fluss in China zum Ausdruck. Er sagte:

Ganz besonders möchte ich in diesem schwierigen Augenblick nach dem Schiffsunglück auf dem Jangtse-Fluss das chinesische Volk meiner Nähe versichern. Ich bete für die Opfer, ihre Familien und für alle, die an den Rettungsarbeiten beteiligt sind. Auf sie alle und ihre Angehörigen rufe ich den reichen Segen Jesu, seinen Frieden und seine Freude herab. Möge Gott euch alle segnen!

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