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Erzbischof Pietro Parolin wird Staatssekretär

· Amtsantritt am 15. Oktober ·

Der Erzbischof drückt dem Papst seine Dankbarkeit und völlige Bereitschaft aus, zum Wohl der Kirche zusammenzuarbeiten

Papst Franziskus hat heute früh, Samstag, 31. August,  gemäß Can. 354 des Codex des kanonischen Rechtes (CIC) den Rücktritt von Kardinal Tarcisio Bertone als Staatssekretär angenommen, mit der Bitte, noch bis 15. Oktober im Amt zu bleiben und alle mit diesem Amt verbundenen Aufgaben zu übernehmen. Zugleich ernannte der Papst Erzbischof Pietro Parolin, Apostolischer Nuntius in Venezuela, zum neuen Staatssekretär. Er wird am 15. Oktober 2013 in sein neues Amt eingeführt.

Bei dieser Gelegenheit wird der Papst die Verantwortlichen und Mitarbeiter des Staatssekretariats in Audienz empfangen, um Kardinal Bertone für seinen treuen und großherzigen Dienst am Heiligen Stuhl öffentlich zu danken und um ihnen den neuen Staatssekretär vorzustellen.

Weiter hat Papst Franziskus in den jeweiligen Ämtern bestätigt: Erzbischof Giovanni Angelo Becciu, Substitut für die Allgemeinen Angelegenheiten; Erzbischof Dominique Mamberti, Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten; Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt der Präfektur des Päpstlichen Hauses, Msgr. Peter Wells, Assessor für die Allgemeinen Angelegenheiten; Msgr. Antoine Camilleri, Untersekretär für die Beziehungen mit den Staaten.

Der 58-jährige Erzbischof Parolin, der aus Schiavon in der Provinz Vicenza stammt, wo er am 17. Januar 1955 geboren wurde, kann auf eine langjährige Erfahrung im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhles zurückblicken. Er begann seine Diplomatenkarriere 1986 an der päpstlichen Vertretung in Nigeria und setzte sie ab 1989 in Mexiko fort. Ab 1992 arbeitete er siebzehn Jahre lang im Staatssekretariat, davon die letzten sieben Jahre als Untersekretär  für die Beziehungen mit den Staaten, bevor er 2009 als Nuntius nach Venezuela entsandt wurde.

»In diesem Augenblick, in dem die Ernennung zum Staatssekretär veröffentlicht wird«, sagte der Erzbischof in einer Erklärung gegenüber dem Presseamt des Heiligen Stuhles, »möchte ich Papst Franziskus meine tiefe und herzliche Dankbarkeit für das unverdiente Vertrauen aussprechen, das er mir erweist, und ihm erneut meine Absicht und umfassende Disponibilität zur Zusammenarbeit mit ihm ausdrücken, und unter seiner Führung zur größeren Ehre Gottes, zum Wohl der Heiligen Kirche und für den Fortschritt und den Frieden der Menschheit arbeiten, damit diese Gründe für Leben und Hoffnung finden möge«.

Der Erzbischof fuhr fort: »Ich empfinde innige Dankbarkeit für diesen Ruf, der eine neuerliche Überraschung Gottes in meinem Leben darstellt, vor allem aber verspüre ich das volle Gewicht der Verantwortung, da diese mir eine anspruchsvolle und vollen Einsatz fordernde Aufgabe anvertraut, angesichts derer meine Kräfte schwach und meine Fähigkeiten gering sind. Aus diesem Grunde vertraue ich mich der erbarmungsvollen Liebe des Herrn an, von dem mich nichts und niemand je wird trennen können, ebenso wie dem Gebet aller. Ich danke schon jetzt jedermann für das Verständnis und die Hilfe, die sie mir in welcher Form auch immer bei der Ausübung meiner neuen Aufgabe gewähren wollen.«

Erzbischof Parolin gedenkt voller Dankbarkeit »der Menschen, die Teil meines Lebens gewesen sind, in der Familie, in den Gemeinden, in denen ich geboren bin und in denen ich Dienst getan habe, in der teuren Diözese Vicenza, in Rom, in den Ländern, in denen ich gearbeitet habe: Nigeria, Mexiko, und schließlich Venezuela, das ich nur ungern verlasse.« Und er richtet einen besonderen Gedanken an »Benedikt XVI., der mich zum Bischof geweiht hat, ans Staatssekretariat, das viele Jahre lang mein Zuhause war, an den hochwürdigsten Kardinal Tarcisio Bertone, an die anderen Vorgesetzten, an die Kollegen und Mitarbeiter in der gesamten römischen Kurie, an die diplomatischen Vertreter  des Heiligen Stuhles. Ich stehe in ihrer aller Schuld.«

»Ich stelle mich mit Bangen, aber auch voller Vertrauen und Gelassenheit in diesen neuen Dienst am Evangelium, für die Kirche und für Papst Franziskus und bin, wie Er uns von Anbeginn gebeten hat, dazu bereit, voranzugehen, zu bauen und errichten und zu bekennen«, so fügt der Erzbischof hinzu, der sich der Muttergottes von Monte Berico, Guadalupe und Coromoto anvertraut, die er darum bittet, ihm »den Mut zu verleihen, in Gegenwart des Herrn seinen Weg zu gehen, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche zu erbauen auf dem Blut des Herrn, das am Kreuz vergossen wurde; und den einzigen Ruhm, den gekreuzigten Christus, zu bekennen. Und so wird die Kirche voranschreiten.« Und er schließt: »Wie man in Venezuela zu sagen pflegt: Que Dios les bendiga!«

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