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​Englischer Astrophysiker Stephen Hawking gestorben

Am 13. März ist der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking in seiner Wohnung in Cambridge verstorben. Er war 76 Jahre alt.

Er war am 8. Januar 1942 in Oxford zur Welt gekommen, wohin seine Mutter geflohen war, um Schutz vor den Bombenangriffen der Nazis auf London zu finden. Bereits in jungen Jahren hatte er sich – obwohl er bereits an ALS (Amyotropher Lateralsklerose) litt, einer unheilbaren und Invalidität erzeugenden Krankheit, die sein ganzes Leben kennzeichnen sollte – auf akademischem und wissenschaftlichem Bereich bereits einen Namen gemacht. Im Alter von erst 32 Jahren war er bereits Mitglied der Royal Society. Und er hatte von 1979 bis 2009 den Mathematiklehrstuhl der Universität Cambridge inne, denselben Lehrstuhl, den einst Isaac Newton gehabt hatte. Er definierte sich als einen Atheisten und vertrat die Ansicht, dass die einfachste Erklärung für die Existenz des Universums die Leugnung eines Schöpfergottes sei.

Bekannt sind vor allem seine Forschungen über Schwarze Löcher, Quanten-Kosmologie und den Ursprung des Universums. 1974 bewies Hawking, dass Schwarze Löcher nach den Gesetzen der Thermodynamik beschrieben werden können als Strahlungen von Partikeln, bis sie ihre Energie verbraucht haben und sich selbst auflösen: dieser Effekt (in der Folge als »Hawking-Strahlungen« bezeichnet) wurde 2010 experimentell nachgewiesen. Es handelt sich dabei um Untersuchungen, die brillant die Daten der Quantenmechanik mit jenen der Relativitätstheorie Einsteins vereinen. Er setzte seine Arbeit dann (unter Mitarbeit weiterer Mathematiker) mit dem Beweis fort, dass sich die Schwarzen Löcher durch drei Eigenschaften auszeichnen: Masse, Drehimpuls und elektrische Ladung.

1986 wurde er zum Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ernannt. Sein bekanntestes und meistgelesenes Buch ist Eine kurze Geschichte der Zeit (Originaltitel: A Brief History of Time: From Big Bang to Black Holes), das 1988 verfasst wurde. Unter die zahlreichen ihm verliehenen Preise zählen auch der Albert Einstein Award und der Wolf Prize.

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14. November 2018

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