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Ein Mittel gegen den Virus der Gleichgültigkeit

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 12. Oktober ·

In der Generalaudienz am Mittwoch, 12. Oktober, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über das Thema Barmherzigkeit fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern,

in den vergangenen Katechesen haben wir uns mit dem Geheimnis des göttlichen Erbarmens befasst. Jesus macht durch seine Worte und Taten die Barmherzigkeit des himmlischen Vaters sichtbar. Er lädt uns ein, seine Barmherzigkeit persönlich anzunehmen und an die Menschen, denen wir im Alltag begegnen, weiter zu verschenken. Auf diese Weise treten wir in eine tiefe Gemeinschaft mit Christus und dürfen geradezu sein »Angesicht« sehen.

Das, was wir dem geringsten Menschen getan haben, das haben wir ihm getan. Bezugnehmend auf Jesu Gleichnis vom Weltgericht zählt die Kirche sieben leibliche Werke der Barmherzigkeit: Hungrige speisen, Durstigen zu trinken geben, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten. Gleichermaßen wichtig sind die geistigen Werke der Barmherzigkeit, die das Innere der Person berühren und deshalb eine große Nähe zu unseren Mitmenschen hervorbringen können. Es sind dies: Unwissende lehren, Zweifelnden recht raten, Trauernde trösten, Sünder zurechtweisen, Beleidigern gern verzeihen, Lästige geduldig ertragen, für Lebende und Verstorbene beten. Die leiblichen wie die geistigen Werke der Barmherzigkeit sind ein wirksames Mittel gegen den Virus der Gleichgültigkeit, der unsere heutige Gesellschaft befallen hat. Sie helfen uns, aufmerksam gegenüber unseren Mitmenschen in ihren materiellen und inneren Nöten zu sein.

Der Papst grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache, besonders an die Gruppen der Diözesen Köln, Essen, Münster und Speyer in Begleitung ihrer Bischöfe, sowie an die Seminaristen aus Mainz und die Jugendlichen aus Trier wie auch an die Familien und Freunde der Neupriester des Collegium Germanicum et Hungaricum. Immer begleite euch die Jungfrau Maria, deren Fürsprache bei Gott wir uns besonders im Rosenkranzgebet anvertrauen.

Auf Italienisch appellierte Papst Franziskus an die Verantwortlichen in Syrien. Er sagte:

Ich möchte meine Nähe zu allen Opfern des unmenschlichen Konflikts in Syrien betonen. Mit Bewusstsein für die Dringlichkeit erneuere ich meinen Appell und flehe mit ganzer Kraft die Verantwortlichen an, für eine sofortige Waffenruhe zu sorgen, die durchgesetzt und zumindest für die Zeit eingehalten wird, die notwendig ist, um die Evakuierung der Zivilbevölkerung, vor allem der Kinder, zu ermöglichen, die noch in den blutigen Bombardierungen gefangen sind.

Außerdem wies der Papst auf den Internationalen Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen hin:

Morgen, am 13. Oktober, wird der Internationale Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen begangen, der in diesem Jahr unter dem Thema steht: »Reduzierung der Mortalität«. In der Tat könnten Naturkatastrophen vermieden oder zumindest begrenzt werden, da ihre Auswirkungen häufig durch den mangelnden Umweltschutz von Seiten des Menschen verstärkt werden. Daher rufe ich dazu auf, beim Schutz unseres gemeinsamen Hauses die Kräfte weitsichtig zu vereinen, indem wir auch mit Hilfe der neuen Kenntnisse eine Kultur der Vorbeugung fördern und insbesondere die Risiken für die verwundbarsten Bevölkerungsteile senken.

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16. Oktober 2018

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