Hinweis

Diese Website verwendet Cookies
Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die dazu beiträgt, Ihren Besuch auf unserer Website zu verbessern. Mit dem Navigieren auf den Seiten dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu unseren Cookie-Richtlinien finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Ein Jahr danach

· Die internationale Presse am 11. Februar 2013 ·

Montag, 11. Februar 2013: alles ist vorbei – Joseph Ratzinger ist nicht mehr Papst«. Das sind die ersten Zeilen des langen Beitrags, den der Vatikanexperte der Mailänder Tageszeitung »Corriere della Sera«, Gian Guido Vecchi, am vergangenen Sonntag dem 1. Jahrestag des Papstücktritts gewidmet hat. »Die Geschichte, erzählt in weniger als drei Zeilen«: das ist die Einleitung von Carlo Marroni in »il Sole 24 Ore« vom 9. Februar. In Kanon 332, § 2, des Codex des kanonischen Rechtes, ist zu lesen, dass, »falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, dass der Verzicht frei gemacht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird«.

Nachdem er kommentiert hatte, dass der eingehend überprüfte Rücktritt Ratzingers ein Geheimnis in der Kirchengeschichte bleiben werde, wenn auch der Theologen-Papst selbst alles unternommen habe, um die Nachricht der Welt klar und deutlich mitzuteilen«, schließt der Artikel von Marroni: »Im Rücktritt des deutschen Papstes, des Konzilstheologen, der die Orthodoxie von Wojtyla – auf den Stuhl Petri an der Schwelle der 80-er Jahre gewählt –»überwachen« sollte, kommt die absolute Größe von Joseph Ratzinger zum Ausdruck, der mit dieser Geste seiner Kirche einen neuen Weg gewiesen hat.

Rubén Gómez del Barrio in »La Razón« wählte am 8. Februar die Erinnerung an den Schock des Rücktritts, der in den Augen des Papst-Bruders Georg zum Audruck kam. Marco Ansaldo hingegen widmet in »La Repubblica« vom 7. Februar seinen Beitrag dem typischen Alltag von Ratzinger heute. Die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. kann in einen einzigen Satz zusammengefaßt werden: »Nur Gott allein genügt«, erläutert der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Kardinal Antonio Cañizares Llovera. Er erinnert an eine persönliche Anekdote: »Als meine Ernennung zum Bischof von Ávila erst vier Tage bekannt war, reiste ich nach Rom, um dort in meiner Eigenschaft als Sekretär der spanischen Kommission für die Glaubenslehre den Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Ratzinger, zu treffen. Niemals werde ich diese Begegnung vergessen. Seine Umgangsformen waren exzellent, familiär, einfach, feundlich, einfühlsam, herzlich, so wie er gegenüber allen anderen auch war. Die Angelegenheit, weswegen ich nach Rom gerufen wurde, war schnell erledigt, und so konnte ich das Amt als Bischof von Ávila übernehmen.

Bei dieser Begegnung, wo er sich wie ein Vater oder ein älterer Bruder gab, sprach er mit mir über dies und jenes: »Der Heilige Vater hat Sie zum Bischof von Ávila ernannt, berühmt wegen seiner Mauern, sicher, jedoch wichtig vor allem wegen der hl. Thérèse vom Kinde Jesu und des hl. Johannes vom Kreuz. Wissen Sie, was uns diese Heiligen zeigen: Nur Gott, Gott allein genügt«.

Druckausgabe

 

LIVE

St. Peter’s Square

25. Januar 2020

VERWANDTE NACHRICHTEN