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Ein Anschlag auf das Herz Europas

· ​Terroranschläge in Brüssel mit 35 Toten und über 150 Verletzten. Papst Franziskus verurteilt die blinde Gewalt, die so viel Leid hervorruft ·

Europa wurde mitten ins Herz getroffen. Brüssel, die Stadt, die Sitz der europäischen Institutionen ist und die symbolisch für die Europäische Union steht, wurde am 22. März von mehreren Terroranschlägen heimgesucht. Punkt 8 Uhr früh haben zwei schwere Explosionen einen Teil des Flughafens Zaventem zerstört und dabei 15 Menschen getötet und 136 verletzt. Ungefähr eine Stunde später erfolgte in der Metrohaltestelle Maelbeek, im Stadtzentrum, eine dritte Explosion, die weitere 20 Menschenleben und 55 Verletzte forderte. Die Verantwortung für diese Aktionen wurde vom sogenannten Islamischen Staat (IS) übernommen, der weitere Aktionen dieser Art ankündigte. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden unverzüglich erhöht: Die Alarmbereitschaft ist in ganz Europa auf höchster Stufe. Als er die Nachricht von den Attentaten erhielt, drückte Papst Franziskus den Familien der Opfer in einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm an den Erzbischof von Malines-Brüssel, Josef de Kesel, sein tiefes Mitgefühl aus. Der Papst verurteilte erneut die blinde Gewalt, die so viel Leid verursache, und bat Gott um das Geschenk des Friedens. Auf die hart geprüften Familien und alle Belgier rief er den Segen Gottes herab. Auch die Bischöfe des Landes haben ihrem Schmerz und ihrer Solidarität mit den Opfern der Gewalt Ausdruck verliehen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, äußerte sich bestürzt über die Terroranschläge in Brüssel. Die Kirche werde in dieser Karwoche »besonders für die Opfer der Gewalt und ihre Angehörigen beten«. Der belgische Generalbundesanwalt, Frederic van Leeuw, hat die drei Sprengstoffanschläge als »terroristische Akte« eingestuft. Der belgische Premierminister, Charles Michel, hat seine Mitbürger dazu aufgerufen, die Ruhe zu bewahren und zusammenzuhalten, er fügte aber auch hinzu, dass »noch keine Ende des Alarms in Aussicht sei«. »Ein sehr trauriger Tag für Europa«, so kommentierte aus Amman in Jordanien die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini. Der französische Staatspräsident, François Hollande, erklärte: »Die Brüsseler Anschläge haben ganz Europa getroffen.«

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16. Dezember 2017

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