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Die Zukunft steht auf dem Spiel

· Nach dreijährigem Krieg beginnen in Montreux die Arbeiten der internationalen Friedenskonferenz ·

Montreux, 22. Drei Jahre Krieg, ein humanitärer Notstand ohne Präzedenzfälle und acht Monate mühseliger Verhandlungen. Es ist keine leichte Aufgabe, die da auf die Vertreter der Großmächte aus aller Welt, der Vereinten Nationen, des Regimes von Damaskus und Teile der syrischen Opposition wartet, die sich heute in Montreux in der Schweiz versammelt haben, um zu versuchen, einem Krieg ein Ende zu setzen, der bislang 130.000 Todesopfer und mindestens eine Million Flüchtlinge gefordert hat.

Es steht viel auf dem Spiel, so viel, dass diese Konferenz gestern im Mittelpunkt eines Telefonats zwischen dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama und dem Kreml-Chef Vladimir Putin stand. Eines Gesprächs, das Moskau als »konstruktiv« bezeichnet hat, trotz der Vorbehalte, die es im Hinblick auf den Ausschluss des Iran aus den Friedensgesprächen vorbrachte und das im Hinblick auf ein gutes Ergebnis des Gipfels eine gewisse Dialogbereitschaft anzeigt.

Die Verhandlungen »werden weder einfach sein noch schnell«, aber auf der Konferenz laste eine »historische Verantwortung«, so erklärte der russische Außenminister, Sergei Lawrow, heute. Das gemeinsames Ziel, so fügte er hinzu, »besteht darin, den tragischen Krieg in Syrien zu beenden«. Einer der zentralen Punkte, über die verhandelt werden soll, ist die Frage der politischen Zukunft des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, sowie die seiner Männer.

»Wir müssen den Dingen realistisch ins Auge schauen«, sagte John Kerry, »Assad kann nicht Teil der politischen Übergangszeit in Syrien sein, da kein Mann ein Land und eine ganze Region als Geisel nehmen.« Kerry und Lawrow haben sich gestern Abend gemeinsam mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, zu vorbereitenden Gesprächen getroffen.

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19. Dezember 2018

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