Hinweis

Diese Website verwendet Cookies
Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die dazu beiträgt, Ihren Besuch auf unserer Website zu verbessern. Mit dem Navigieren auf den Seiten dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu unseren Cookie-Richtlinien finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Die Weitergabe des Glaubens

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 2. September ·

In der Generalaudienz am Mittwoch, 2. September, setzte Papst Franziskus auf dem Petersplatz seine Katechesen über die Familie fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, in den verbleibenden Katechesen unserer Reihe über die Familie möchte ich das Thema der Weitergabe des Glaubens behandeln. Wenn Jesus im Evangelium den Vorrang des Glaubens an Gott betont, findet er keinen bedeutenderen Vergleich dafür als die Liebe und Verbundenheit in der Familie. 

Zudem werden die familiären Bindungen durch die Erfahrung des Glaubens und der Liebe Gottes verwandelt und mit einem größeren Sinn erfüllt. So weist die Familie über sich hinaus auf eine umfassendere Vater- und Mutterschaft hin: »Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter« (Mk 3,35). Die familiären Bindungen in den Bereich des Gehorsams des Glaubens und des Bundes mit dem Herrn zu stellen, beschneidet sie nicht, sondern schützt sie und befreit sie vom Egoismus. Ein familiärer Stil in den mitmenschlichen Beziehungen ist ein Segen für die Welt. Lässt sich die Zuneigung in der Familie in ein Zeugnis für das Evangelium verwandeln, dann wird Unvorstellbares möglich, und man kann Gottes Wirken mit der Hand greifen. Wenn wir der Familie, die auf Gottes Wort hört und danach handelt, wieder Geltung verschaffen, werden wir zum guten Wein und zum Sauerteig Gottes. So ist heute der Bund der Familie mit Gott berufen, dem Vordringen der gemeinschaftlichen Wüsten in der modernen Gesellschaft entgegenzuwirken. Dieser Beitrag der Familien ist unersetzbar.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Herzlich heiße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache willkommen. Insbesondere grüße ich die Pilger der Diözese Innsbruck, die gemeinsam mit Bischof Manfred Scheuer anlässlich des 50-jährigen Diözesanjubiläums nach Rom gekommen sind, sowie die Benediktiner des Stiftes Kremsmünster zusammen mit den Gläubigen aus den Stiftspfarren. Die Begegnung mit dem Papst und die Erfahrung der Weltkirche auf eurer Wallfahrt mögen euch im Glauben und im Einsatz für das Evangelium bestärken. Von Herzen segne ich euch und eure Lieben.

Auf Italienisch rief der Papst zum Frieden auf:

In diesen Tagen wird auch im Fernen Osten an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert. Erneut bete ich inständig zum Herrn aller, damit auf die Fürsprache der Jungfrau Maria die Welt von heute nicht mehr die Gräuel und schrecklichen Leiden ähnlicher Tragödien erleben muss. Denn sie erlebt sie! Das ist auch die fortwährende Sehnsucht der Völker, insbesondere jener, die Opfer der verschiedenen derzeit ausgetragenen blutigen Konflikte sind. Die verfolgten Minderheiten, die verfolgten Christen, der Wahnsinn der Zerstörung, und dann jene, die Waffen produzieren und damit handeln, blutbefleckte Waffen, Waffen, getränkt mit dem Blut so vieler Unschuldiger. Nie wieder Krieg! Das ist der eindringliche Ruf, der aus unseren Herzen und den Herzen aller Männer und Frauen guten Willens zum Fürst des Friedens aufsteigt.

Druckausgabe

 

LIVE

St. Peter’s Square

21. Juli 2018

VERWANDTE NACHRICHTEN