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Die Präsenz der Väter

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 4. Februar ·

Am Mittwoch, 4. Februar, setzte Papst Franziskus die Katechesereihe über die Familie fort. Wie bereits in der vergangenen Woche sprach er über die Gestalt des Vaters. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, letzte Woche haben wir über die Gefahr der fehlenden Präsenz der Figur des Vaters in Familie und Gesellschaft gesprochen. Heute wollen wir seine wichtige Rolle weiter beleuchten. Jede Familie braucht den Vater. Seine Aufgabe ist es, den Kindern weiterzugeben, was im Leben wirklich zählt – ein weises Herz, wie es das Buch der Sprichwörter sagt (vgl. Spr 23,15).

Er lehrt sie, weise und recht zu handeln. Tiefe und zugleich unaufdringliche Zuneigung, ein entschlossenes Urteil, Herzensweisheit, Wachsamkeit und das Bemühen um die richtigen Worte, wenn manches nicht sogleich verständlich ist, zeichnen ihn dabei aus. Eines ist vor allem notwendig: als Vater in der Familie präsent zu sein, der Ehefrau nahe zu sein, um Freuden und Leiden, Mühen und Hoffnungen mit ihr zu teilen, und den Kindern zugeneigt zu sein. Das Evangelium stellt uns die Beispielhaftigkeit des Vaters im Himmel vor Augen. Denken wir an das Gleichnis vom barmherzigen Vater. Ein guter Vater weiß zu warten und zu vergeben. Er ist fähig, entschieden zu korrigieren, ohne dabei zu entmutigen, weil er ebenso beschützen kann und dabei keine Mühen scheut. Ohne die Gnade, die vom Vater im Himmel kommt, verlieren Väter den Mut und räumen das Feld. Die Kinder brauchen aber einen Vater, der nach ihren Fehlern und Misserfolgen auf sie wartet, auch wenn sie es nicht zugeben. Die Kirche unterstützt mit all ihren Kräften die wichtige Präsenz der Väter in den Familien, dass sie diese auch voll und großherzig wahrnehmen können.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache, die zu dieser Audienz gekommen sind. Die Väter in den Familien können nicht ersetzt werden. Begleiten wir ihre wichtige Rolle im Gebet, dass sie wie der heilige Josef mit der Güte und Gerechtigkeit des himmlischen Vaters den neuen Generationen den Glauben bewahren und vermitteln können. Der Herr segne euch und eure Familien.

In italienischer Sprache rief der Papst erneut zum Frieden in der Ukraine auf. Er sagte:

Wieder richten sich meine Gedanken auf das geliebte ukrainische Volk. Leider verschlimmert sich die Situation und die Gegensätze zwischen den Beteiligten verschärfen sich. Beten wir vor allem für die Opfer, unter ihnen sind sehr viele Zivilpersonen, und für ihre Familien. Bitten wir den Herrn, dass diese schreckliche brudermörderische Gewalt schnellstmöglich aufhöre. Erneut rufe ich dringend dazu auf, jegliche Anstrengung – auch auf internationaler Ebene – für eine Wiederaufnahme des Dialogs zu unternehmen, des einzigen möglichen Wegs, um in diesem leidgeprüften Land wieder Frieden und Eintracht herzustellen. Brüder und Schwestern, wenn ich die Worte »Sieg« oder »Niederlage« höre, empfinde ich großen Schmerz, tiefe Traurigkeit im Herzen. Das sind nicht die richtigen Worte. Das einzige richtige Wort ist »Frieden«. Das ist das einzig richtige Wort. Ich denke an euch, Brüder und Schwestern der Ukraine… Denkt daran, das ist ein Krieg zwischen Christen! Ihr habt alle dieselbe Taufe! Ihr kämpft unter Christen gegeneinander. Denkt an diesen Skandal. Und beten wir alle, weil das Gebet in Zeiten des Krieges unser Protest vor Gott ist.

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