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Die Palmen des Nahen Ostens

· Das dringende Bedürfnis nach Frieden war Gegenstand der Palmsonntagsfeiern von Jerusalem bis zum Libanon ·

Jerusalem, 30.3. Die Verfolgung der Christen in aller Welt, vor allem deren Leiden im Nahen Osten, der religiös motivierte Hass, der den Terroranschlägen in Europa zugrunde lag, verleihen den liturgischen Feiern der Karwoche im Heiligen Land eine noch tiefere Bedeutung. Daher erging von Jerusalem bis Beirut und in alle Winkel der Erde, wo den Menschen all die am Herzen liegen, die ihres Glaubens wegen verfolgt werden, eine Aufforderung zum Frieden, zum Dialog und zur Versöhnung.

In Jerusalem haben sehr viele Menschen am Palmsonntags-Ritus teilgenommen. Der Lateinische Patriarch, Fouad Twal, nahm an der Prozession teil, die vom Dorf Betfage (Ölberg) durch das Löwentor, einen der wichtigsten Eingänge zur Jerusalemer Altstadt, zur St.-Anna-Kirche im muslimischen Viertel von Jerusalem ging, wo Jesus dem Evangelium zufolge sein erstes Wunder vollbrachte. Nach Aussage zahlreicher Gläubigen war die Stimmung bei der Prozession aufgrund der Freude der Teilnehmer und dem Klima intensiver Spiritualität, das die Veranstaltung umgab, »beeindruckend«.

Auch in Beirut wie in anderen Städten des Libanon nahm die christliche Gemeinde in großer Zahl an den traditionellen Prozessionen und Messfeiern des Palmsonntags teil. Der maronitische Erzbischof von Beirut, Paul Youssef Matar, forderte die religiösen Oberhäupter und die Gläubigen aller kirchlichen Gemeinschaften dazu auf, sich unter Wahrung ihrer Würde und ihrer Rechte miteinander auszusöhnen, um in einer harmonischen Welt in einem Klima des Friedens und fern aller Kriege und bewaffneten Konflikte leben zu können. Vor allem verlieh er dem Wunsch Ausdruck, dass der Nahe Osten so bald wie möglich befriedet werden könne. Auch der Bischof der maronitischen Kirche von Sidon, Elias Nassar, betonte in seiner vor der Prozession gehaltenen Predigt »die Bedeutung der Liebe und der Demut, um ins Reich Gottes gelangen zu können«. Der Bischof sagte, dass es sehr wichtig sei, es zustande zu bringen, diese Anlässe gemeinsam zu begehen, weil es dann so sei, als ob man einen Schutzschild für alle Libanesen errichte.

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