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Die Liebe ist stärker als der Tod

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 17. Juni ·

Bei der Generalaudienz am Mittwoch, 17. Juni, setzte Papst Franziskus seine Überlegungen zu Prüfungen und Herausforderungen im Leben der Familie fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, zu Beginn unserer heutigen Katechese über die Familie haben wir die Erzählung aus dem Lukasevangelium von der Auferweckung des jungen Mannes von Naïn gehört (vgl. 7,11-15). Sie zeigt uns das Mitgefühl des Herrn mit den Trauernden und seine Macht über den Tod. Der Tod ist eine Erfahrung, die jede Familie betrifft. 

Auch wenn er zum Leben gehört, erscheint er den Hinterbliebenen nie als etwas Natürliches. Besonders herzzerreißend ist es, wenn Eltern ein Kind verlieren. Ein solches Ereignis scheint der elementaren Natur der Beziehungen, die der Familie Sinn geben, zu widersprechen. Die Familie fasst den Tod des Kindes wie einen Schlag gegen die eigene Zukunft auf. Ähnlich ergeht es einem Kind, das seine Eltern verliert. Im Fehlen der Bezugspersonen überkommt es ein Gefühl tiefer Verlassenheit. Der Schrecken des Todes wird durch verschiedene »Komplizen« verstärkt, verwerfliche Haltungen wie Hass, Neid, Stolz oder Geiz; diese Sünden arbeiten für den Tod und machen ihn noch schmerzlicher und ungerechter. Lassen wir solche Abhängigkeiten nicht zur Normalität werden! Im Volk Gottes zeigen viele Familien, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Im Glauben an die Auferstehung Christi können wir einander Trost zusprechen in der Hoffnung, dass unsere lieben Verstorbenen in den guten Händen Gottes geborgen sind. Die Liebe ist stärker als der Tod. Lassen wir uns von dieser Liebe leiten, so kann die Erfahrung der Trauer unsere familiären Bande stärken. Wir erhalten eine größere Offenheit für den Schmerz anderer Familien und können jungen Familien nahe sein und sie wie Geschwister begleiten.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Ein herzliches Willkommen den Pilgern und Besuchern deutscher Sprache. Besonders grüße ich die Schülerinnen des Bischöflichen Mädchengymnasiums Münster und die Studenten der Emmanuel School of Mission in Altötting. Als echte Jünger Jesu wollen wir ihn nachahmen und mit unserem Mitgefühl den Menschen in Not nahesein. Der Heilige Geist begleite euch auf allen euren Wegen.

In italienischer Sprache wies Franziskus auf die Veröffentlichung seiner Enzyklika hin. Er sagte:

Morgen wird, wie ihr wisst, die Enzyklika über die Sorge für das »gemeinsame Haus«, das heißt die Schöpfung, veröffentlicht. Unser »Haus« erleidet Schaden und das trifft alle, besonders die Ärmsten. Ich appelliere daher zur Verantwortung, auf der Grundlage des Auftrags den Gott dem Menschen in der Schöpfung gegeben hat: den »Garten« zu »bebauen« und zu »behüten«, in den er ihn gestellt hat (vgl. Gen 2,15). Ich lade alle ein, dieses Dokument, das in der Tradition der Soziallehre der Kirche steht, mit Offenheit anzunehmen.

Außerdem erinnerte der Papst an den Weltflüchtlingstag:

Am kommenden Samstag wird der Weltflüchtlingstag begangen, der von den Vereinten Nationen veranstaltet wird. Beten wir für die vielen Brüder und Schwestern, die weit entfernt von ihrer Heimat Zuflucht suchen, die ein Zuhause suchen, wo sie ohne Angst leben können, auf dass sie stets in ihrer Würde respektiert werden. Ich ermutige alle, die ihnen beistehen, in ihrer Tätigkeit und wünsche, dass die internationale Gemeinschaft einvernehmlich und wirksam handelt, um den Ursachen der Zwangsmigration vorzubeugen. Und ich lade euch alle ein, um Vergebung zu bitten für Personen und Institutionen, die diesen Menschen, die eine Familie suchen, die Schutz suchen, die Türen verschließen.

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26. April 2018

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