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Auf dem Weg, den Papst Roncalli gewiesen hat

· Die Würdigung des israelischen Parlaments ·

Zwei Wochen bevor Papst Franziskus seine Pilgerfahrt ins Heilige Land antritt, hat die Knesset, das israelische Parlament, gestern eine Botschaft der Freundschaft an die christliche Welt gesandt, in der das Gedächtnis Papst Johannes’ XXIII. gewürdigt wurde, der am vergangenen 27. April gemeinsam mit Johannes Paul II. heiliggesprochen worden war.

 Roncalli »ist derjenige, der die Weichenstellungen für die bedeutsamsten Veränderungen« im Verhältnis zu den Juden »ermöglicht hat«, sagte Youli Edelstein, der Präsident der Knesset, bei dessen Ansprache unter anderen der Patriarchalvikar für Israel, Bischof Giacinto-Boulos Marcuzzo, der Kustos des Heiligen Landes, P. Pierbattista Pizzaballa, sowie der italienische Botschafter, Francesco Maria Talò, anwesend waren.

Abgeordnete verschiedener Parteien rühmten im Verlauf einer feierlichen Sitzung die jetzige Zeit des Dialogs zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk und verurteilte mit aller Entschiedenheit die Angriffe auf christliche Gotteshäuser und Priester. »Johannes XXIII. muss in der Tat als ein Gerechter unter den Völkern angesehen werden«, so begann der Vorsitzende der Labour-Partei, Yitzhak Herzog, der denselben Namen trägt wie sein Großvater, der Rabbiner Yitzhak Halevy Herzog: dieser hatte in den 1940er Jahren die aktive Hilfe Angelo Giuseppe Roncallis, des Apostolischen Delegaten in Istanbul, erbeten und erhalten, um Tausende von den Nationalsozialisten verfolgter Juden zu retten. In jenen dramatischen Jahren kam es zu einer engen Freundschaft zwischen den beiden, so fügte Herzog hinzu, der dann an die mutigen Taten des Pontifikats erinnerte, so etwa die »Entfernung herabwürdigender Bezeichnungen für die Juden aus christlichen Gebeten«. Dieser Diskurs fand auch unter den anderen Rednern Zustimmung, die überdies das Wirken weiterer Päpste, darunter des heiligen Johannes Paul II. und von Papst Franziskus selbst, hervorhoben. In der Vergangenheit, so hob Präsident Edelstein hervor, »sind zwischen dem Christentum und dem Judentum Ströme des Hasses und Schmerzes geflossen«, und gerade der Besuch von Papst Franziskus stelle eine weitere Gelegenheit dar, »im Geiste Johannes’ XXIII. fortzufahren und Kanäle für den interreligiösen Dialog einzurichten.«

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17. Dezember 2018

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