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Die Kirche: Volk Gottes

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 18. Juni ·

Am heutigen Mittwoch, 18. Juni, begann der Papst eine neue Katechesereihe über die Kirche. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, heute beginnen wir eine neue Katechesenreihe über die Kirche. Die Kirche ist nicht als Verein oder Nicht-Regierungsorganisation zu betrachten. Sie ist nicht zum Selbstzweck geschaffen. Sie stellt eine viel größere Wirklichkeit dar, die auf die gesamte Menschheit hin offen ist. 

Christus hat sie vor zweitausend Jahren gegründet; dabei trägt sie Züge des Heilshandelns Gottes, das schon im Alten Testament, in der Geschichte der Berufung Abrahams, vorbereitet wird. Erstens wird Abraham nicht allein berufen. Gott macht Abraham zum Vater eines Volkes, das seinen Segen in die Welt weitertragen soll. Zweitens ergreift nicht der Mensch die Initiative, sondern Gott. Gottes Liebe geht allem voraus. Und drittens ist es Gott, der angesichts der Wankelmütigkeit und Widerspenstigkeit des Menschen immer wieder Geduld hat und von vorn beginnt. So erzieht er die Menschen wie ein liebender Vater. Als Kirche dürfen wir an diesem Projekt Gottes teilhaben: ein Volk zu bilden, das in seiner Liebe gesegnet ist, und an diesem Segen allen Völkern der Erde Anteil zu geben.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache. Jedes Mal wenn wir das Evangelium lesen, vernehmen wir die Stimme Christi. Er lädt uns ein, aus unserer kleinen und begrenzten Welt zum Reich Gottes und der wahren Freiheit aufzubrechen. Dabei erleuchte euch der Heilige Geist, damit ihr den Segen Gottes allen Menschen bringen könnt. Der Herr begleite euch auf euren Wegen!

In italienischer Sprache wies der Papst auf den Weltflüchtlingstag am 20. Juni hin:

Übermorgen, am 20. Juni, begehen wir den Weltflüchtlingstag, den die internationale Gemeinschaft denjenigen widmet, die gezwungen sind ihre Heimat zu verlassen, um vor Krieg und Verfolgung zu fliehen. Die Zahl dieser Brüder und Schwestern wächst und in den letzten Tagen sind weitere Tausende von Menschen veranlasst worden, ihr Zuhause zu verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Millionen von Flüchtlingsfamilien, Millionen, vieler Länder und aller Glaubensrichtungen erleben in ihrer Geschichte Dramen und Verletzungen, die nur schwer heilen können. Seien wir ihnen nahe, indem wir ihre Ängste und ihre Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft teilen und konkret ihr Leid lindern. Der Herr unterstütze Personen und Institutionen, die sich großherzig dafür einsetzen, den Flüchtlingen Aufnahme und Würde zu gewährleisten und ihnen Grund zur Hoffnung zu geben. Denken wir daran, dass Jesus ein Flüchtling war: Er musste mit dem heiligen Joseph und der Muttergottes fliehen, um sein Leben zu retten, er musste nach Ägypten gehen. Er war ein Flüchtling. Bitten wir die Muttergottes, die das Leid der Flüchtlinge kennt, dass sie diesen unseren Brüdern und Schwestern nahe sein möge. Beten wir gemeinsam zur Muttergottes für die Flüchtlinge, die unsere Brüder und Schwestern sind. Ave Maria… Maria, Mutter der Flüchtlinge, bitte für uns.

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16. Oktober 2018

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